Alle Artikel mit dem Schlagwort: Schaltkreisentwurf

Schaltkreis-Kontrolle im Namlab Dresden. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Taiwan richtet Chipdesign-Ausbildung in Prag ein

Wächst „Silicon Saxony“ zum „Silicon Middle Europe“? Prag/Taipeh/Dresden, 16. April 2024. Wächst „Silicon Saxony“ bald zu einer mitteleuropäischen Mikroelektronik-Region, die von Erfurt bis Breslau und Prag reicht? Die Indizien mehren sich: Nach den jüngsten Investitions-Entscheidungen von Intel und TSMC für Sachsen-Anhalt, Schlesien und Sachsen hat nun die Halbleiter-Supermacht Taiwan nun auch Pläne für die tschechische Hauptstadt avisiert. Demnach will der nationale Wissenschafts- und Technologierat („National Science and Technology Council“, kurz: NSTC) des Inselstaats in Prag ein Ausbildungszentrum für Schaltkreis-Design einrichten. Damit würden die Taiwanesen erstmals solch eine Ausbildungsstätte im Ausland etablieren. Das geht aus einer Meldung der Nachrichtenagentur „Focus Taiwan“ hervor.

Computersimulationen helfen, potenzielle Zuverlässigkeitsprobleme in Elektronikdesigns rechtzeitig zu erkennen. Foto: Oliver Killig, Fraunhofer-EAS

Die Physik der Elektronik-Fehler durchschauen

Fraunhofer-Experten vom EAS Dresden arbeiten an Simulationen, die beim Entwurf hochzuverlässiger Chips „Made in Europe“ helfen Dresden, 17. März 2021. Um Schaltkreise „Made in Europe“ zuverlässiger zu machen, wollen Fraunhofer-Ingenieure aus Dresden den Chip-Entwurfsprogrammen eine „Fehlerphysik“ beibringen: Durch rasche Testläufe, die über eine künstlich simulierte Alterung der Schaltkreise hinausgehen, sollen Mikroelektronik-Designer künftig schon beim Entwurf spätere Ausfallrisiken erkennen können. Das geht aus einer Mitteilung des Fraunhofer-Institutsteils „Entwicklung Adaptiver Systeme“ (EAS) in Dresden hervor.

Die DMOS-Chefs Mario Reichel (links) und Holger Jung zeigen einen mehrfach vergrößerten Schaltkreis-Entwurf und einen Wafer mit Hunderten fertiger Chips. Foto: Heiko Weckbrodt

Spannende Chips fürs Auto

Dresdner DMOS-Designer entwerfen Hochvolt-Schaltkreise, die was wegstecken können Dresden, 9. April 2014: Wer irgendwo rund um den Erdball einen Audi, BMW, Mercedes oder Volkswagen startet, verlässt sich dabei mit einiger Sicherheit auf Chips, die in Dresden entworfen wurden. Und da ist nicht nur die Rede von den großen Infineon-Halbleiterfabriken in Klotzsche, deren Schaltkreise in zahlreichen Automobilen weltweit eingebaut werden, sondern auch von den „geheimen Champions“, die in Dresden aus den Wurzeln der DDR-Mikroelektronikindustrie gewachsen sind. Einer davon ist die „DMOS GmbH“, die von ehemaligen ZMD-Schaltkreisexperten gegründet wurde und sich auf ganz besondere Chips spezialisiert hat: elektronische Bauelemente, die digitale wie analoge Signale verarbeiten („Mixed Signal“) und auch hohe Spannungen aushalten.