Alle Artikel mit dem Schlagwort: Positron

Im Beschleunigerlabor "Dreams" am HZDR können die Forscher die besonders präzise Beschleuniger-Massenspektrometrie für die Datierung von Proben einsetzen. Foto: Oliver Killig für das HZDR

Helmholtz Dresden schmiedet Analyse-Allianz

Verbund „Remade@ari“ soll kreislaufwirtschaftliche Innovationen beflügeln Dresden, 29. August 2022. Um mehr Unternehmen den Einstieg in eine Kreislaufwirtschaft zu erleichtern, schmieden Dresdner Helmholtz-Forscher derzeit die Analyse-Allianz „Remade@ari“: In diesem Verbund will das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) ab dem 1. September 2022 schrittweise über 80 Institute und Einrichtungen mit einzigartigen Untersuchungsgeräten zusammenführen, die neue Produkte und Werkstoffe von der makroskopischen bis hinunter auf die atomare Ebene mit Blick auf ihre Wiederverwertbarkeit analysieren können. Das geht aus einer Mitteilung des HZDR hervor, das in diese Allianz unter anderem seine Ionenbeschleuniger, Antimaterie-Quellen und Extrem-Magnetspulen einbringt.

Petawatt-Laser am HZDR. Mit solchen Lasern will Professor Ralf Schützhold Teilchen aus dem scheinbaren "Nichts" hervorzaubern. Foto: HZDR, Oliver Killig

Elektronen-Angeln im kosmischen Nichts

Rossendorfer Physiker Schützhold will mit Superlasern in den kosmischen Dirac-See tauchen Dresden, 12. Oktober 2018. Umso mehr Superlaser, 90-Tesla-Spulen, Ionenkanonen und künstliche Erdkerne die Experimentatoren im „Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf“ (HZDR) in die Hände bekommen, umso extremer sind die Zustände, in die sie die Materie in ihren Laboren versetzen: Sie sperren die Proben in starke Magnetfelder ein, die jedes Smartphone sofort grillen würden, versetzen sie ins Innere von Neutronensternen und an den Anfang der Welt, mitten hinein in den Urknall. Um besser zu verstehen, was genau da eigentlich in ihren Vakuumkammern passiert, haben sie sich Schützenhilfe bei Professor Ralf Schützhold geholt. Der 44-Jährige baut nun am Stadtrand von Dresden eine Gruppe für „Theoretische Physik“ auf. Drei Mitstreiter hat schon gefunden, zehn schlaue Köpfe soll die Gruppe in naher Zukunft umfassen.

Der AMS-Detektor auf der ISS. Abb.: RWTH Aachen

Neue Hinweise auf Dunkle Materie

Magnetdetektor findet auf Raumstation ISS mehr Antiteilchen als erwartet Erdorbit/Aachen, 18. September 2014: Im Weltall muss es eine bisher unbekannte Antimaterie-Quelle geben – möglicherweise in der legendären „Dunklen Materie“. Darauf deuten Messungen des sieben Tonnen schweren „AMS“-Detektors an Bord der internationalen Raumstation im Erdorbit hin. Das teilte heute die RWTH Aachen mit, die den Magnet-Detektor mitentwickelt hatte. Demnach liegt der Anteil der im All umherrschwirrenden Positronen (Anti-Elektronen) höher als erwartet. „Dies deutet auf eine neue Quelle von Positronen hin“, folgern die Aachener Forscher.