Alle Artikel mit dem Schlagwort: Nerd

Competition Pro Gold von Speedlink (2011). Foto: hw

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Nerd, der (weibliche und seltene Form: Nerdine): Wer sich völlig in einem – vorzugsweise etwas abseitigen – Themengebiet auskennt, ja hineinsteigert, ist ein Nerd. Formal gehören damit auch die Pufferküsser (fanatische Dampflok-Euphoriker) zu den Nerds. Typische Exemplare sind der Computer-Nerd (betet gern Prozessor-Register herunter), der Computerspiele-Nerd (kennt jedes Geheim-Level von Diablo und hat die Bausequenzen in Age of Empires mit der (natürlich digitalen) Stoppuhr im Mikrosekundentakt durchgezirkelt) oder der Programmier-Nerd (schreibt Assembler-Routinen gern mal aus dem Kopf in Hexadez-Token). Die fachspezialisiert-technische Sonderform ist der Geek (Beispiel: Blutanalyst und Massenmörder Dexter Morgan bezeichnete sich selbst gern als “Lab-Geek”).

Der wahre Nerd trinkt von der Floppy

Retro-Untersetzer in Disketten-Design Ja das waren noch Zeiten: Als es noch keine USB-Sticks gab und man viele Megabytes große – und selbstverständlich vollkommen legal besorgte – Egoshooter auf Dutzende Floppy-Disketten verpackte, von denen jede nur 1,44 Megabyte fasste. Und man musste E-Loks meiden, wegen der Magnetspeicherung. Und regelmäßig umkopieren, da die Floppys dement wurden… Na gut, so schön war das vielleicht nicht. Aber wer seinen USB-Stift behalten und doch den nostalgischen Anblick der Plastespeicher nicht missen will, für den gibt es jetzt wahres Nerd-Zeug: Kaffeetassen-Untersetzer aus Silikon im Design alter 3,5-Zoll-Floppy-Discs.

Oigers Nerdplausch (4): Wo bleibt der „Gefällt mir nicht“-Knopf?

Gräbt sich der gemeine Facebook-Nutzer durch seine schier unendlichen Neuigkeiten-Ströme, findet er oder sie so ziemlich alles an Beiträgen von „hochpolitisch“ bis „banal“. Da ist die Versuchung groß, auch mal anonym den „Gefällt mir nicht“-Knopf zu drücken, ohne gleich die lieben Facebook-Freunde durch aggressive Kommentare vor den Kopf zu stoßen. Doch diesen Knopf gibt es bekanntermaßen weder bei Facebook noch bei Google+. Warum das wohl so ist, was für und gegen anonyme Kommentare spricht, darüber palavern die Oiger-Redakteure Ronny und Heiko in der vierten Folge von „Oigers Nerdplausch“. hw

Poke! Oigers Videoplausch über Atari-Heimcomputer, Nerdstuff und 8-Bit-Sound

Dresden, 25. August 2013: Warum Atari-Heimcomputer nie länger als vier Stunden programmiert werden konnten, wie die „Memory-Sticks“ der 90er aussahen und weshalb es gut ist, eine Maus zu haben, diskutieren die Oiger-Redakteure Ronny und Heiko in ihrer neuen Videofolge des „Nerd-Plauschs“, die sie nun auf Youtube veröffentlicht haben. Außerdem stellen sie natürlich Nerd-Stuff vor und werden total nostalgisch.

Buch „Die Rache der Nerds“: Die ziehen unsere Kultur in den Abgrund

Früher galten „Nerds“* als Pizza verschlingende, picklige Jungs, der ständig nur am Computer abhängen. Heute sind sie erwachsen, sitzen an den Schalthebeln der Macht und sind der neue Feind. Das meint jedenfalls Oliver Bendel. „Das Nerdtum ist zu einer Massenbewegung geworden“, deren Erfindungen „uns in den Abgrund ziehen“, warnt der Schweizer Philosoph und Informatikethiker.

Buch „Extraleben III“: Ewiggestrige Nerds im Endmonsterkampf

Nerdkrimi-Guru Constantin Gillies schickt die ewiggestrigen Computerfreaks Kee und Nick in den Endmonster-Kampf: In „Extraleben III – Endboss“ stolpern die beiden Möchtegern-Helden – mittlerweile unentbehrliche Retro-Analytiker der mysteriösen „Datacorp“ – in die Verschwörungen von ultrageheimen US-Geheimdiensten und Maulwürfen innerhalb der Datacorp. Im Wettlauf gegen die Zeit müssen sie ein museumsreifes Daten-Band entschlüsseln – natürlich, um die Welt und ihre eigenen Kragen zu retten.

“Extraleben 3” kommt: Nerds im Endmonsterkampf

Winnenden, 25.4.2012: In jedem Videospielklassiker hatte man mindestens drei Leben – warum sollte das in der Nerd-Abenteuerreihe “Extraleben” anders sein?, mag sich Buchautor Constantin Gillies rhetorisch gefragt haben. Mit “Extraleben III – Endboss” beschließt er jedenfalls Mitte Mai den Verschwörungskrimi um die ewig gestrigen Computerfreaks Nick und Kee, die sich längst zu Roman-Superhelden in der Nerd-Szene entwickelt haben.

Buch “Nerds Attack!”: Deutschland droht digitalen Anschluss zu verlieren

Die Risiko-Scheue deutscher Kapitalgeber ist mit schuld, dass es in Deutschland zu wenig erfolgreiche Internet- und Computerspiel-Unternehmen gibt. Diese Ansicht verfechtet Christian Stöcker in seinem Buch “Nerd Attack!” (frei übersetzt: Der Angriff der Computerfetischisten). Auch würden zuviele Firmengründungen in dieser Branche von Wirtschaftsinformatikern statt Programmierern dominiert.

Dresdner Hacker geben Tipps gegen Datenkraken

Dresden, 6.10.2011: Wie man mit Rabattkarten ganz schnell in die Fänge von Datenkraken gerät, diese wieder abschüttelt und sich gegen staatliche Handy-Bewegungsprofile wehren kann, will der Chaos Computer Club (CCC) Dresden am 15. und 16. Oktober 2011 auf einem öffentlichen Symposium “Datenspuren” allgemeinverständlich in der Dresdner “Scheune” erklären. Natürlich sollen auch die Hacker und Freaks auf ihre Kosten kommen, zum Beispiel bei einem “Nerd Kontest”.

Enno Coners editiert Bücher für die „Generation Heimcomputer“

Vom Diätkoch zum Verleger Winnenden, 23.9.2011: Eigentlich hat er mal Koch gelernt, später sattelte er zum Kaufmann um, vor fünf Jahren machte er dann sein Hobby zum Beruf: Enno Coners, Jahrgang 1971, gründete Anfang 2006 den CSW-Verlag in Winnenden bei Stuttgart und bringt seitdem Nerd*-Krimis, Alltagsgeschichten von Videospielhändlern und andere Bücher von und für die „Generation Heimcomputer“ heraus. Sein bisher erfolgreiches Buch – “Extraleben” – erscheint im Oktober auch als Hörbuch. Heiko Weckbrodt hat Coners ausgefragt, wie man zu so einem „Job“ kommt, ob man davon leben kann und was ihn als Verleger bewegt.    

Bekenntnisse eines Atari-Nerds

Woher rekrutieren Retro-Videospielmuseen ihre Fans? Warum ist das Interesse an Retro-Heimcomputer-Shows, Computerspielmuseen oder Nerd*-Krimis wie “Extraleben” so anhaltend hoch? Ist doch klar: Bis Ende der 70er hatten nur wenige Wissenschaftler und Studis Zugang zu Computern und das waren meist klobige Mainframes, über die die Fakultätsleitung wachte wie ein Luchs. Wer in den 80er Jahren aufwuchs, gehört hingegen zur ersten Digitalgeneration, die mit diesem wunderbaren scheinklugen Spielzeug namens Computer groß wurde, das war die Zeit von C 64, HC 900 & Co. Wer auch nur ein wenig technikaffin ist, wird wohl nie den Augenblick vergessen, als er seinen ersten eigenen Computer ausgepackt und eingeschaltet hat. Bei mir war es ein Atari 800 XL, für den ich Zonenkind in den 80ern meine Oma unter Druck setzte, damit sie mir ihr letztes Westgeld rausrückte. Denn den Plan, einen Robotron-Heimcomputer im Centrum-Warenhaus gegen Ost-Mark zu erwerben, musste ich mir beizeiten abschminken: Diesen Z 9001 sah der Einzelhandel wohl nur für wenige Mikrosekunden. Blieb nur der “Intershop”, in dem der Atari 250 Mark kostete – D-Mark wohlgemerkt. Ich plünderte also …

Krimi „Extraleben”: Spritzige Zeitreise in die 80er

Ein Computer-Zeugs-Roman von einem Computer-Journalisten? Da läuten doch gleich die Alarmglocken, die da vor einem schlecht geschriebenen Machwerk voll augurischer Unverständlichkeiten warnen. Indes: so richtig treffen diese Vorurteile auf Constantin Gillies” „Extraleben” nicht zu. Sicher, die ersten Seiten lassen Böses ahnen, da wimmelt es in der Tat von Wortspielen, die nur Computerheinis richtig würdigen können, und von Slang-Ausdrücken wie „Nerd”, „Helpdesk” oder „x86-Sachen”. Doch wenn man sich da durchgewühlt hat, wird es spannend. Die Story: Die leicht abgehalfterten deutschen Computerjournalisten Nick und Kee (nomen est omen?!) haben keine Freundinnen, marschieren hart auf die 40 und diverse Existenzkrisen zu, so dass sie mangels Sex den Abend damit verbringen, in Nicks vermüllter Ex-Studenten-Bude einen „C 64″-Heimcomputer zu reaktivieren und Uralt-Videospiele zu zocken – bis sie ein vergessenes Data-Band einlegen und statt eines Kalten-Krieg-Gemetzels mysteriöse Hinweise auf eine Firma namens „Datacorp” plus eine Adresse im Nirgendwo der USA finden. Da, wie erwähnt, keine Gattinnen protestieren können, düsen die beiden neugierigen Weicheier sofort nach Kansas, um auf den Spuren eines vergilbten „Pacman”-Rekordes die Datacorp zu finden. Hat man sich …