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Sprachforscher wollen die Dialog-Dynamik in WhatsApp-Beziehungen analyisieren. Abb.: Heiko Weckbrodt

Was geht ab auf WhatsApp?

Dresdner Forscher untersucht Sprachwandel und Freundschafts-Aufbau über Kurznachrichten Dresden, 3. Dezember 2014: „Gehört?“ „?“ „Paul & Luise“          „?!“ „Krass“ „Superkrass“ (rosa Einhorn mit weinendem Auge) Der Dialog mag erdacht sein, doch nahe an der Art, wie jüngere Teenager über Kurznachrichten-Dienste wie „WhatApp“ schier endlos palavern könnten. Und dies oft im schnellem Wechsel sehr kurzer Sentenzen, Emojis (Emotions-Symbole) und Codes, die für Außenstehende teils schwer entschlüsselbar sind. Nicht nur die lieben Eltern fragen sich da, wozu das eigentlich gut sein soll: Zunehmend rückt die Transformation jugendlicher Sprachwelten von SMS-Kurznachrichten bis hin zu den modernen, multimedial angereicherten App-Dialogen (Chats) auf Smartphones (Computertelefonen) auch ins Visier von Forschern. Die wollen zum Beispiel wissen, ob diese Art der Kommunikation in digitalen Parallelwelten vielleicht irgendwann in unsere Alltags-Gesprächskultur hinüberschwappt.

Abb.: HP

Fast alle Deutsche verstehen Tablet-Gestensprache

HP-Umfrage zeigt aber starke Unterschiede innerhalb Europas und zwischen Generationen München/Freiberg, 10. April 2014: Kürzlich in der Ausstellung „Terra mineralia“ im sächsischen Freiberg: Zwei Kinder – vier und sieben Jahre alt – sehen im ersten Schauraum einen großen Monitor, eingelassen in einen Tisch, der der ein Video abspielt. Was tun sie als erstes? Sie stürzen hin, legen ihre Hände auf den Bildschirm und ziehen die Finger auseinander – die typische Zoom-Geste, die sie vom iPad und iPhone längst kennen. Diese „Gestensprache 2.0“ ist mittlerweile in Europa zu einer stummen Universalsprache geworden, so selbstverständlich wie das Tippen aufs Handgelenk, um in einem fremden Land nach der Uhrzeit zu fragen, wie eine Umfrage des Elektronikkonzerns „Hewlett-Packard“ (HP) unter 6000 Europäern ergeben hat. Dabei zeigten sich aber auch deutliche Klüfte zwischen den Ländern und Generationen.