Alle Artikel mit dem Schlagwort: II. Weltkrieg

Die Ähnlichkeit war wohl kein Zufall: Adolf Hitler (l.) und dr norwegische Nazi-Führer Vidkun Quisling bei einem Treffen im April 1943. Repro: Archiv Bohn

Norwegen – ein Volk von Quislingen?

Historiker Bohn: Kollaboration mit Nazis ging in Norwegen viel weiter als in Dänemark Dresden, 3. Februar 2014: Das Norwegen der Nachkriegszeit pflegte den Mythos, nur eine ganz kleine Minderheit im Lande habe mit den deutschen Besatzer kollaboriert. In ihrer übergroßen Mehrheit seien die Norweger aber Widerständler gewesen. Tatsächlich aber war dies eher eine Umdeutung der eigenen Geschichte, hat jetzt der Historiker Prof. Robert Bohn von der Uni Flensburg in einem Vortrag am Dresdner Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung (HAIT) eingeschätzt: In Norwegen habe die Kollaboration mit den Nazis recht breite Bevölkerungsschichten durchzogen.

Bluray „War of the Dead“: Finnen balgen sich mit Zombie-Russen und Nazis

1941 versucht ein kleiner Trupp amerikanischer und finnischer Soldaten, einen sowjetischen Bunker in Karelien einzunehmen. Dabei werfen sich ihnen Horden untoter Nazis und Russen ihnen entgegen… So weit, so schlecht: Der abgedrehte (wenn auch völlig hirnrissige) Plot hätte das Zeug zu einer herrlichen Nazi-Trash-Komödie à la „Iron Sky“ sein können. Dummerweise hat Regisseur Marko Mäkilaakso das Thema bitterernst genommen und daraus den Horror-Kriegsfilm „War of the Dead – Band of Zombies“ gemacht, der es zurecht nie in die deutschen Kinos geschafft hat, uns nun aber im Heimkino beglückt.

„Die Geschichte des MI 5“: Kaiseragenten-Paranoia, KGB-Spione und IRA-Terror

Kein Geheimdienst lässt sich gern in die Karten gucken –der Mauerfall und die fast völlige Öffnung der ostdeutschen Stasi-Archive waren da ein historischer Ausnahmefall. Doch im Jahr 2009 entdeckte auch der britische Inlands-Geheimdienst MI 5 das Glasnost-Konzept und beschloss, zum 100-jährigen Jubiläum des Dienstes eine historische Aufarbeitung in Auftrag zu geben. Die Wahl fiel auf den Cambridge-Professor Christopher Andrew, der inzwischen die Ergebnisse als Buch veröffentlicht hat: „MI 5 – Die wahre Geschichte des britischen Geheimdienstes“.

John Rabe, ein Nazi rettet 200.000 Menschen in China das Leben

Aus heutiger Sicht mutet der Brief von John Rabe an Adolf Hitler als naiv an. Damals 1938 bat John Rabe den “Führer” darum, dass unmenschliche Verhalten der Japaner gegenüber der chinesischen Bevölkerung zu beenden. Wie musste er sich gewundert haben, als er kurz darauf von der Gestapo festgenommen wurde. John Rabe war zu diesem Zeitpunkt noch überzeugter Nationalsozialist und erster Linie Mensch. Ein paar Monate zuvor rettete er 200.000 Menschen in China das Leben, indem er in der damaligen chinesischen Hauptstadt Nanking eine Schutzzone einrichtete, die vom japanischen Militär nicht angerührt wurde.