Alle Artikel mit dem Schlagwort: Feinstaub

Mit "City Trees", die feinstaub aus der Stadtluft filtern, und anderen Erfindungen aus Dresden präsentiert sich der Institutsverbund "Dresden Concept" bis Anfang Oktober in einer Freiluft-Ausstellung auf dem Neumarkt in Dresden neben der Frauenkirche. Foto: Heiko Weckbrodt

200.000 Euro Preisgeld für Kunstbaum-Hersteller „Green City Solutions“ Dresden

Dresden/Amsterdam, 15. Oktober 2016. Eine Fachjury in Amsterdam hat dem Dresdner Umwelttechnik-Unternehmen „Green City Solutions“ Dresden den zweiten Preis der „Postcode Lottery Green Challenge” zuerkannt. Die würdigten damit die die künstlichen Stadtbäume („City Trees“) der Dresdner, die besonders viel Feinstaub aus der Stadtluft herausfiltern können. Dotiert ist der Preis mit 200.000 Euro.

Werden Silvesterfeuerwerke bald wegen Feinstaub-Alarm verboten? Fotos: Google Maps, Sylvio Dittrich (LHD), Montage: hw

Luft in Sachsens Großstädten zu dreckig

Nach Leipzig haben nun auch Dresden und Chemnitz die Feinstaub-Grenzen überschritten – wohl durchs Silvesterfeuerwerk Dresden, 1. Januar 2014. In Dresden war die Stadtluft im vergangenen Jahr zu dreckig: 36 mal schlug die Messstation an der Bergstraße Alarm wegen überhöhter Feinstaub-Konzentrationen und damit einmal mehr als laut Grenzwert erlaubt. Das geht aus den – noch vorläufigen – Messprotokollen des “sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie” hervor. Damit steht die Landeshauptstadt allerdings nicht allein da: Trotz Umweltzone mit Fahrverboten für Altautos hat auch Leipzig (43 Überschreitungen) die Feinstaub-Grenzwerte im Jahr 2014 nicht einhalten können, ebenso Chemnitz (36).

Feuerwerke - hier über der Dresdner Altstadt - sehen zwar schön aus, wirbeln aber Unmassen von Ultra-Feinstaub in die Luft. Foto: LHD, Christoph Münch

Feuerwerke machen uns krank, töten uns aber nicht

Internationale Studie unter Dresdner Leitung nahm Ultrafeinstaub unter die Lupe Dresden, 27. November 2014: Töten uns Feuerwerke und Maifeuer? Eine breitangelegte internationale Untersuchung in Dresden, Augsburg, Prag, Ljubljana (Slowenien) und Chernivtsi (Ukraine) hat diesen vermuteten Zusammenhang zwischen Ultra-Feinstaub und dadurch bedingten Todesfällen nicht belegen können. Allerdings hat die Studie gezeigt, dass eben Feuerwerke, aber auch harmlos anmutende Freizeitaktivitäten wie Grillabende, Brauchstumsfeuer und sogar der Einsatz der – wegen ihres Lärms ohnehin umstrittenen – Laubbläser mit Verbrennungsmotoren die Konzentration von Staubpartikeln mit Durchmessern von weniger als 100 Nanometer (Millionstel Millimeter) in der Stadtluft drastisch erhöhen können und uns krank machen können. Nach Einschätzung der Autoren erhöhen dieser Ultrafeinstaub zumindest das Risiko von Atemwegs-Erkrankungen. Diese Resultate teilte heute das „Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie“ in Dresden mit.