Alle Artikel mit dem Schlagwort: Biochemie

Biegsam und auf Kunststoff-Metallic-Folien von der Rolle produkziert: ein Biosensor, wie er auch für intelligente Armbänder gebraucht wird. Abb.: Fraunhofer ISIT

Biosensoren schmiegen sich ums Handgelenk

Fraunhofer-Forscher aus Dresden und Itzehoe stellen medizinische Sensoren für Fitnessarmbänder und Smart Watches von der Rolle her Dresden/Itzehoe, 16. Dezember 2015. Intelligente Uhren und Sport-Armbänder gelten als Trendprodukte: Sie messen den Puls beim Laufen, protokollieren die weggefressenen Kilometer oder zeigen unterwegs neue E-Mails an. Künftig werden diese im wörtlichen Sinne tragbaren Geräte („Wearables“) aber noch mehr drauf haben: zum Beispiel den Freizeit-Sportler automatisch warnen, wenn er oder sie übermüdet ist oder sich überanstrengt. Möglich machen soll dies eine neue Generation von Biosensoren, an denen auch Fraunhofer-Ingenieure aus Dresden und Itzehoe derzeit forschen. Sie haben jetzt ein Verfahren entwickelt, um biegsame Biosensoren ähnlich wie Zeitungen in Großdruckereien „von der Rolle“ herzustellen.

Eine kampfbereite Grille. Foto: Jan Rillich, FU Berlin

Grillen kämpfen auf Punktsieg

Leipziger Forscher entdeckt stickstoff-gesteuertes Kampfrechnungs-System bei Insekten Leipzig, 17. März 2015: Grillen gelten als geborene Kämpfernaturen, in China sind organisierte Grillen-Duelle seit alters her öffentliches Spektakel, auf die mancher Zuschauer hohe Summen verwettet. Das Verblüffende daran: Oft treten sogar blinde oder verstümmelte Grillen mit größter Aggressivität gegen sichtlich stärkere Artgenossen an – und gewinnen teilweise sogar. Dabei spielt eine Art Kampf auf Punktsieg eine große Rolle: Die Kontrahenten „berechnen“ anscheinend den Saldo aus Schlägen und Drohgebärden, die sie selbst austeilen können gegen das, was sie für einsteckbar halten. Ein enzym- und stickstoffgestütztes Steuersystem befähigt selbst diese Tiere ohne höheres Nervensystem zu solchen Punkt-Rechnungen, hat jetzt ein Forscherteam um den Neurobiologen Paul Stevenson von der Universität Leipzig herausbekommen.

3D-Modell eines CPCR-Rezeptor-Moleküls. Abb.: S. Jähnichen, Wikipedia, CC1-Lizenz, Public Domain

Bioschalter gegen Nervenkurzschlüsse gefunden

Leipziger Biochemiker „reparieren“ bei Zebrafischen Isoliermantel um Nervenbahnen Leipzig, 16. Januar 2015: Leipziger Biochemiker haben Mechanismen entschlüsselt, die gefährliche „Kurzschlüsse“ im menschlichen Gehirn und Nervensystem unterbinden. Ihre Rezeptorforschungen könnten vielleicht im Kampf gegen „Multiple Sklerose“, Adipositas (Fettleibigkeit) einige Krebsarten und angeborene Fettleibigkeit helfen. Die „Deutsche Forschungsgemeinschaft“ (DFG) hat zwei Millionen Euro zugesagt, um diese neuen Ansätze in Leipzig, Erlangen, Würzburg und Main in den nächsten drei Jahren genauer zu untersuchen, teilte die Uni Leipzig heute mit.