Alle Artikel mit dem Schlagwort: Apotheke

Die elektronische Gesundheitskarte hat bisher nur einen Teil der Funktionen, die sie nach ursprünglichen Plänen haben sollte, integriert. Kartengrafik: Gematik GmbH

Digitalisierung im Schneckentempo

Internetzeitalter sickert erst langsam im Gesundheitswesen ein Annaberg-Buchholz, 17. April 2016. Während das Internet den Buchhandel, den Musikvertrieb und viele andere Lebenssphären inzwischen extrem verändert hat, schleicht die Digitalisierung im Gesundheitswesen voran wie eine müde Schnecke. “Wir führen in Deutschland immer nur schwächenorientierte Diskussionen über die Digitalisierung, während in anderen Ländern damit längst Leben gerettet werden”, kritisierte der Telemedizin-Experte Arno Elmer auf dem Sächsischen Apothekertag in Annaberg Buchholz.

Foto (bearbeitet): hw

Apotheker melden 8400 Arznei-Probleme

Berlin, 2. Februar 2016. Die deutschen Apotheker haben im Jahr 2015 rund 8400 mögliche Nebenwirkungen, Qualitätsmängel und andere Arzneimittelrisiken an die „Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker“ (AMK) gemeldet. Dies waren etwa 4,5 Prozent weniger Verdachtsfälle als im Vorjahr. „Apotheken leisten durch die Meldungen an die AMK einen bedeutsamen Beitrag für eine erhöhte Arzneimittelsicherheit“, betonte der AMK-Vorsitzende Prof. Martin Schulz.

Die arabische Version des Gesundheits-Ratgebers für Asylsuchende. Abb.: BM f. Gesundheit

Gesundheits-Ratgeber für Flüchtlinge

Sachsen gibt zudem Tipps für Ärzte und Apotheker Berlin/Dresden, 1. Februar 2016. Damit sich Asylbewerber im nicht gerade unkomplizierten deutschen Gesundheitssystem zurechtfinden, hat das Bundesgesundheitsministerium ein Ratgeberheft „Gesundheit für Asylsuchende in Deutschland“ veröffentlicht. Umgekehrt gibt es für Ärzte und Apotheker inzwischen einen Ratgeber, was bei der Betreuung von Flüchtlingen zu beachten ist. Darauf hat die sächsische Landesapothekerkammer hingewiesen.

Für Verbraucher wie Ermittler ist oft nur schwer zu durchschauen, ob im Internet vertickte Medikamente gefälscht sind. Grafik: hw

Internethandel mit illegalen Medikamenten im Visier

Forscher aus Niedersachsen und Sachsen untersuchen Arzneimittelkriminalität Osnabrück/Rothenburg, 1. Dezember 2015. „Viagra – fast kostenlos!!!“ „cheap potency increasement“ „5 inch longer“ „Nehmen Sie in 5 Tagen 20 Pfund ab!“ – solche und ähnliche Spam-Werbung für allerlei zweifelhafte Mittelchen hat wohl jeder schon einmal in seinem E-Mail-Postkasten gehabt. Das ist eben die ambivalente Seite der schönen bequemen Internet-Einkaufswelt: Über Online-Versandportale können heute weltweit nahezu alle Arzneien bestellt werden – darunter auch gefälschte Medikamente und solche, die in Deutschland nur unter strikten Auflagen ausgegeben werden. Diese „Auswirkungen der Liberalisierung des Internethandels in Europa auf den Phänomenbereich der Arzneimittelkriminalität“ (ALPhA) wollen nun Wissenschaftler der Uni Osnabrück, der Hochschule der Sächsischen Polizei in Rothenburg und weitere Partner aus Forschung und Pharmaindustrie ermitteln.