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Wie stark verändert Künstliche Intelligenz unseren Planeten?. Foto: geralt, Pixabay.com, Lizenz: CC0

KI: Wie mächtig sind die Maschinen wirklich?

Technikphilosoph, KI-Experten und Neurowissenschaftler diskutieren in einer neuen Reihe  über Chancen und Risiken von “Künstlicher Intelligenz” Dresden, 30. April 2019. Den „Künstlichen Intelligenzen“ (KIs) widmet sich eine neue Veranstaltungsreihe der Konrad-Adenauer-Stiftung in Dresden. Zum Auftakt am 2. Mai diskutieren der Technikphilosoph Prof. Bernhard Irrgang von der TU Dresden und Dr. Gerd Reis vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz die Frage „Was sehen Computer?“ Dabei loten sie beispielsweise aus, ob KIs mit ihren Sensoren nur „sehen“ oder auch „erkennen“, ob sie überhaupt „denken“ können. Die beiden Experten wollen mit dem Publikum über diese und weitere knifflige Themen ins Gespräch kommen.

Wo endet der Mensch, wo beginnt die Maschine? Szenenfoto aus der Neuverfilmung des Cyborg-Thrillers "Robocop". Abb.: MGM

Upgrade zum Übermenschen

Technikphilosoph Prof. Wiegerling warnt vor einer Zukunft, in der die Gesellschaft in reiche „Verbesserte“ und arme Bio-Menschen gespalten sein könnte Dresden/Karlsruhe, 10. Januar 2015. Medizinischer technischer Fortschritt mag eine tolle Sache sein: Eingepflanzte Herzschrittmacher zum Beispiel verlängern das Leben Hunderttausender Herzkranker signifikant, Brillen lassen die Blindfische unter uns wieder sehen, Hörgeräte die Schwerhörigen wieder an Alltagskommunikation teilhaben, Keramik-Implantate die Lahmen wieder laufen. Doch was, wenn sich diese Entwicklung immer weiter fortsetzt und nicht mehr nur nach Ersatz, sondern auch nach Verbesserung trachtet? Gibt es eine Grenze des Menschseins, des Individuums, das sich mit allzu vielen Implantaten aufgerüstet hat? Diesen Fragen ist Prof. Klaus Wiegerling in dieser Woche in Dresden nachgegangen. Auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung erörterte der Philosoph vom Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (KIT-ITAS) aus Karlsruhe im Stadtmuseum vor Publikum die „Grenzen von Leib und Leben“ erörtert – und erntete trotz des anspruchsvollen Diskurses viel Aufmerksamkeit und Beifall.