Nanotechnologen der TU Dresden übergeben einen symbolischen Spendenscheck die Uniklinik (von links nach rechts): Sylvi Katzarow, Kinderonkologie-Oberärztin Dr. Chiara Valentini, Dr. Leif Riemenschneider, Prof. Mechthild Krause (Co-Direktorin der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie), Dr. Chiara Valentini und Saliha Ishfaq. Foto: Sven Ellger für die TU Dresden
Internationales Forscherteam finanziert Erklär-Film für junge Patienten
Dresden, 24. März 2026. Das Forscherkollektiv am Dresdner Uni-Lehrstuhl für Materialforschung und Nanotechnik ist international und interdisziplinär ausgerichtet – sieht sich aber ganz und gar auch als Teil der Dresdner Stadtgesellschaft. Daher hat das Team um Prof. Gianaurelio Cuniberti 1500 Euro gesammelt und nun für krebskranke Kinder gespendet. Das haben die Nanotechnologen und das Universitätsklinikum Dresden (UKD) mitgeteilt.
Prof. Gianaurelio Cuniberti. Foto: Heiko Weckbrodt
„Wissenschaftliche Verantwortung endet nicht an der Tür des Labors“ Prof. Gianaurelio Cuniberti
„Wissenschaftliche Verantwortung endet nicht an der Tür des Labors“, betont Prof. Cuniberti. „Mit unserer Spende möchten wir ein Projekt unterstützen, das Kindern in einer schwierigen Situation konkret hilft und zeigt, wie Forschung, gesellschaftliches Engagement und menschliche Nähe zusammenwirken können.“
Familien haben oft lange Anreise nach Dresden zur Protonentherapie
Das Geld kommt vor allem jenen kleinen Patienten zugute, die oft von weit her nach Dresden anreisen, um hier eine Protonentherapie zu bekommen. „Gerade die Protonentherapie, die aufgrund ihrer hohen Präzision bei Kindern besonders schonend eingesetzt werden kann, ist in Deutschland nur an wenigen Standorten verfügbar“, erklären die Mediziner. „Deshalb müssen viele Familien für die Therapie nach Dresden reisen und dort über längere Zeit bleiben.“
Dies ist für die kranken Kinder, aber auch für ihre Geschwister und Eltern eine schwierige Zeit. Daher finanzieren die TU-Forscher mit ihrem Spendengeld einen Film, der den jungen Patienten die Abläufe ihrer Krebstherapie in verständlicher Sprache und mit anschaulichen Bildern näherbringen soll. Der Film werde Orientierung geben, Unsicherheiten abbauen und Vertrauen in die Behandlung schaffen, hoffen die Projektpartner.
Streifen soll Ängste der Kinder mindern
„Für Kinder und ihre Familien ist eine Krebstherapie mit vielen Unsicherheiten und Ängsten verbunden“, meint Co-Direktorin Prof. Mechthild Krause von der Strahlentherapie-Klinik im UKD. „Ein Film, der die Behandlung altersgerecht erklärt und Abläufe frühzeitig verständlich macht, kann helfen, Vertrauen aufzubauen und den Einstieg in die Therapie zu erleichtern.“
Autor: Oiger
Quellen: TUD, UKD
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[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"] Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption]
Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger".
Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher
• Geboren 1970
• 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin
• 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten)
• 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten
• 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung)
• seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger