Leichtbau-Testfahrzeug fürs Verkehrsmuseum

Dresdner Verkehrsforscher übergeben Prototypen an ihr ehemaliges Geschichtslabor
Dresden, 7. Juni 2025. Wie das leichte und autonom navigierende Fahrzeug der Zukunft funktionieren kann, haben Dresdner Verkehrswissenschaftler im Zuge eines „Sonderforschungsbereichs“ mit dem langen Namen „Textilverstärkte Verbundkomponenten für funktionsintegrierende Mischbauweisen bei komplexen Leichtbauanwendungen“ ausprobiert. Herausgekommen ist ein Beispielfahrzeug, das eine textilverstärkte Kunststoff-Karosserie und weitere Leichtbau-Technologien vereint. Diesen „Funktionsintegrativen Fahrzeugsystemträger“ (Fif) haben die Professoren Maik Gude und Niels Modler vom „Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik“ (ILK) der TU nun an das Verkehrsmuseum Dresden übergeben. Dies geht aus einer Mitteilung der TU Dresden und des Verkehrsmuseums hervor.
„Mit der Übernahme eines Versuchsmodells wie dem FiF in die Sammlung Straßenverkehr des Verkehrsmuseums gelingt es, ein Fahrzeug zu erhalten, anhand dessen wir unseren Besucherinnen und Besuchern Themen der zeitgenössischen Automobil-Forschung wie autonomes Fahren, neue Materialien und nachhaltige Produktion zeigen können“, betonte Maria Niklaus, die im Museum den Sammlungsbereich Straßenverkehr leitet.
Verkehrsmuseum wurde einst von der Hochschule für Verkehrswesen gegründet
Hintergrund: Das Verkehrsmuseum Dresden wurde 1952 als Museum der Hochschule für Verkehrswesen (HfV) gegründet. Bis zur Ausgliederung aus der Hochschule 1958 war das Verkehrsmuseum eine Art Labor für Wirtschafts- und Verkehrsgeschichte der Hochschule. Die Verbindungen zwischen dem Museum und der Hochschule seien nie abgerissen, betonen beide Seiten. „Wir haben großes Interesse, den guten Kontakt zu den uns artverwandten Fakultäten und Instituten der TU Dresden auszubauen“, erklärte Verkehrsmuseum-Direktor Dr. Michael Vogt. „Die Zusammenarbeit, die sich auch in der Schenkung des FiF manifestiert, ist für beide Seiten sehr befruchtend.“
Autor: hw
Quellen: TUD, Verkehrsmuseum Dresden

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