„Doom: The Dark Ages“ – Hol das BFG9000 wieder raus!

Neuer, geradliniger Ableger der Egoshooter-Serie von ID vorgestellt
Die Legende unter den Ego-Shootern ist zurück: Mit „Doom: The Dark Ages“ hat „ID Software“ seinen Computerspiel-Klassiker in einer modernisierten, für heutige Grafikstandards aufgehübschten Version veröffentlicht – natürlich auf direktem Wege aus der Hölle.

Mit Schild und Schrotflinte
Das Spielkonzept ist nahe an das Erlebnis des ersten „Doom“ angelehnt: Mit Schrotflinte, MPi und teils auch nur mit Stahlhandschuhen – und ja, auch das legendäre BFG 9000 ist dabei – kämpfen wir uns, untermalt mit Metal-Musik, durch Horden von feuerballwerfenden und prügelnden Monstern, suchen nach Portalen, Türen und farbigen Schlüssel, um uns den Weg durch das Inferno auf Erden zu ebnen. Weil die Spiele-Entwicklung freilich seit den 90ern nicht stehen geblieben ist, hat ID viele Gimmicks und Optionen eingebaut, die es beim Ursprungs-Shooter nicht gab: Sprungschanzen, Tech-Drachen, Exoskelette und dergleichen mehr. Zudem bekommen wir einen Schild in die Hand gedrückt und die Rüstung unseres namenlosen Kriegers sieht auch eher wie aufgebohrtes Mittelalter als futuristisch aus.

Anschleichen ist nicht
Einer Tradition, die Doom von vielen späteren Taktik-Egoshootern unterschied, ist ID freilich treu geblieben: Anschleichen hilft hier kaum mal, in der Regel lautet die Devise: Waffe raus, Augen zu und durch! Und aus Munitionsmangel ist der Spieler oft auch zum Nahkampf gezwungen. Was etwas nervt: Direktes Speichern ist nur möglich, das Spiel selbst sichert den Fortschritt nur automatisch an bestimmten Punkten.
Werbevideo (Bethesda):
Dieses ganze Spektakel durchzuspielen, macht Spaß, gerade auch, wenn man noch das alte Doom innerlich vor Augen hat. Freilich muss man auch sagen: Die besondere Magie des Klassikers, der seiner Zeit in Grafik und Inszenierung deutlich voraus war, hat das neueste „Doom: The Dark Ages“ nicht direkt – dafür hat man seit den 1990ern wohl inzwischen einfach zu viele Shooter-Konzepte gesehen und gespielt.

Erschienen ist das neue „Doom“ für PC (Steam, Battle.net), X-Box X|S und PS5 – wir haben es natürlich auf dem PC gezockt, wie es sich gehört.
Autor: Heiko Weckbrodt
Titel: „Doom: The Dark Ages“
- Entwickler: ID
- Vertrieb: Bethesda
- Genre: Ego-Shooter
- Plattformen: Xbox Series X|S, Xbox, PC (Steam, Battle.net), Playstation 5
- Preis: ca. 80 Euro (Steam, PC)
- Alterseinstiftung: USK 18

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