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Sachsens Wirtschaftsleistung schrumpft überdurchschnittlich

Die Ökonomen haben ihre Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft weiter herunterkorrigiert. Grafik: Heiko Weckbrodt
Grafik: Heiko Weckbrodt

BIP ist um 0,4 % gesunken

Kamenz, 28. März 2024. Die sächsische Wirtschaftsleistung ist im Jahr 2024 um 0,4 Prozent gesunken. Damit ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Freistaat stärker geschrumpft als die gesamtdeutsche Wirtschaft, die „nur“ 0,2 Prozent verloren hatte. Das geht aus einer Auswertung des statistischen Landesamtes in Kamenz hervor.

Vor allem Industrie steht unter Druck

Die Gründe dürften vor allem in der generellen Wirtschaftsflaute liegen, die ganz Deutschland erfasst hatte, vor allem aber in der Krise der Automobilindustrie: Das einstige Zugpferd Volkswagen hat seine eben erst mit Milliardenaufwand auf Elektroautos umgestellten Werke in Zwickau und Dresden gedrosselt und wird diesen Kurs noch fortsetzen. Das zieht die Zulieferindustrie mit herunter. Zudem setzen die unter der Ampel in Berlin und der Von-der Leyen-Kommission in Brüssel noch einmal stark gestiegenen Energiepreise und Bürokratielasten sowie deren sprunghafter Politikstil auch den gesamten Mittelstand stark unter Druck – allerdings auch die wachsende Wettbewerbsfähigkeit der Chinesen und anderer Konkurrenten.

Wachstum fast nur im Staatssektor

Dementsprechend hat laut der jüngsten Statistik-Analyse besonders die sächsische Industrie an Wertschöpfung verloren: In diesem Sektor betrug der Rückgang nämlich drei Prozent, die Bauwirtschaft schrumpfte um 3,6 Prozent. Dass es im Dienstleistungssektor sogar ein kleines Plus von 0,7 Prozent gab, hat wenig mit echter Wirtschaftsleistung zu tun, sondern vor allem mit dem Wachstum von Bürokratie und anderen steuer- und abgabenfinanzierten Diensten.

Autor: hw

Quellen: Stat. LA Sachsen, Oiger-Archiv

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger