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In Engpass-Berufen arbeiten besonders viele Ausländer

Binnen zwei Jahren hat sich Wohnungsbau in Sachsen um etwa ein Drittel verteuert. Foto: Heiko Weckbrodt
In „Engpassberufen“ auf Baustellen sind Ausländer und Deutsche mit ausländischen Eltern besonders oft tätig. Foto: Heiko Weckbrodt

Zugezogene füllen Lücken, auf die viele Deutsche keine Lust haben

Wiesbaden, 27. Februar 2025. Die meisten Trockenbauer, Fliesenleger und Erntehelfer in Deutschland sind ursprünglich aus dem Ausland hierhergekommen oder stammen aus Zuwanderer-Familien. Dagegen arbeiten Deutsche vergleichsweise selten in solchen eher unbeliebten Engpass-Berufen. Das geht aus einer Mitteilung des „Statistischen Bundesamtes“ (Destatis) aus Wiesbaden hervor.

Besonders unter Trockenbauern, Fliesenlegern und Fahrern stark vertreten

Demnach haben „zwei von drei (67 %) Beschäftigten im Aus- und Trockenbau eine Einwanderungsgeschichte“, heißt es von den Bundesstatistikern. In der Lebensmittelherstellung treffe dies auf jeden Zweiten zu. „Überdurchschnittlich hoch war der Anteil auch in der Berufsgruppe der Fliesenleger (47 %), unter den Fahrer von Bussen und Straßenbahnen (46 %) sowie unter Servicekräften in der Gastronomie (45 %).“ Auch haben viele Fleischer, Lebensmittel-Verkäufer, Berufskraftfahrer und Altenpfleger ausländische Wurzeln. „In der Gesamtwirtschaft hatte gut ein Viertel (26 %) aller abhängig Beschäftigten eine Einwanderungsgeschichte, war also selbst seit dem Jahr 1950 nach Deutschland eingewandert oder beide Elternteile waren seither zugewandert“, so Destatis.

In Militär, Verwaltung und Schulen unterrepräsentiert

Umgekehrt sind Ausländer und Deutsche mit ausländischen Eltern in einigen Berufen deutlich unterrepräsentiert. Das ist unter anderem in der öffentlichen Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung, bei Versicherungen sowie in Erziehung und Unterricht der Fall.

Basis dieser Auswertung war der aktuelle Mikrozensus. Das sind fortlaufende Umfragen, in denen die Bundesstatistiker etwa ein Prozent der Bevölkerung in Deutschland befragen.

Autor: Oiger

Quelle: Destatis

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger