Sachsens Steuerberater fordern mehr Realismus und Ehrlichkeit in der Politiker

Verbandspräsident Kraatz: In keinem Wahlprogramm wird auf Einschnitte hingewiesen
Dresden, 19. Januar 2025. Mehr Realismus, Ehrlich und Seriosität in der Politik hat Verbands-Präsident Hans-Joachim Kraatz beim Neujahrsempfang des Steuerberaterverbandes Sachsen in der Politik gefordert. „In keinem der Wahlprogramme wird auf die zukünftigen Einschnitte hingewiesen, die aber zwingend kommen müssen, wollen wir unsere Wirtschaft und natürlich auch die Gesamtsituation entscheidend verbessern“, erklärte er vor rund 200 Gästen aus Politik und Wirtschaft. Zugleich forderte er: „Wir müssen mit Kritik aufhören und einfach mal machen“.
Handwerkskammer: Wiederaufbau von Notre Dame und Genua-Brücke sollten Maßstab sein
Dass sieht Hauptgeschäftsführer Andreas Brzezinski von der Handwerkskammer Dresden ähnlich und betonte während des Empfangs mit Blick auf den Zustand des Landes: „In Frankreich wurde Notre-Dame in fünf Jahren wieder aufgebaut, die Brücke in Genua nach zwei Jahren. Wir können nicht warten, bis 2027 vielleicht mit dem Neubau der Carolabrücke in Dresden begonnen wird – wir müssen selbst aktiv werden.“

Die Handwerker hatten bereits in den vergangenen Wochen mehr Energie – im wörtlichen wie übertragenen Sinne – von der neuen Koalition eingefordert. „Der sächsische Koalitionsvertrag bietet für ein selbst aktiv werden Anhaltspunkte, aber mitnichten Fakten und Handlungsanweisungen – es ist Aufgabe der freien Berufe, der Steuerberater, des Handwerks und der gesamten Wirtschaft, Veränderungen einzufordern“ meint Brzezinski. „Die Parteien, die diesen Vertrag angenommen haben, stehen jetzt in der Pflicht, für das Land etwas zu bewegen und für ihre Wähler Gutes zu bewirken. Politiker müssen liefern, wie jeder Unternehmer und Freiberufler übrigens auch. Wir wünschen uns dabei allerdings mehr Pflichtbewusstsein der Politik.“
Quellen: Steuerberaterverband Sachsen, HWK Dresden via Meeco

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