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Dresdener Mühle baut für 40 Millionen Euro aus

Studentin Maria Kain, Azubi Niklas Jaritz und Geschäftsführer Dirk Willkomm begutachten in der Dresdener Mühle ein frisches Brot, Foto: Katharina Grottker für die Dresdener Mühle
Studentin Maria Kain, Azubi Niklas Jaritz und Geschäftsführer Dirk Willkomm in der Dresdener Mühle. Foto: Katharina Grottker für die Dresdener Mühle

Mehr Mahlkapazität und mehr Mehl.Vielfalt auf der Agenda

Dresden, 6. August 2024. Die „Dresdener Mühle“ will ihre Kapazitäten um 50 Prozent erweitern und dafür 40 Millionen Euro investieren. Das hat das Lebensmittel-Unternehmen nun angekündigt.

Mühle mahlt Sachsens Getreide-Überschüsse zu Export-Mehlen

„Sachsen ist ein Exportland von Getreide“, erklärt Verkaufs-Chef Dirk Willkomm von der Mühlen-Geschäftsleitung die Hintergründe. „Hier wird mehr Getreide angebaut als für den Bedarf der eigenen Bevölkerung benötigt wird. Indem wir nicht das Getreide exportieren, sondern es hier zu Qualitätsmehlen für den Export verarbeiten, bleibt ein weiterer Teil der Wertschöpfungskette in Sachsen. Das stärkt die Wirtschaftskraft des Freistaates.“

Das freut auch den sächsischen Ministerpräsidenten und Wahlkämpfer Michael Kretschmer (CDU): „Unternehmen wie die Dresdener Mühle sind dabei ganz wichtig für eine gute Entwicklung des traditionsreichen Bäckerhandwerks hier bei uns in Sachsen“, betont er. „Sie tragen auch durch die enge Verbindung mit der regionalen Landwirtschaft zu einer insgesamt erfolgreichen wirtschaftlichen Entwicklung im Freistaat bei.“

Die Dresdener Mühle am Alberthalfen. Foto: Katharina Grottker für die Dresdener Mühle
Die Dresdener Mühle am Alberthalfen. Foto: Katharina Grottker für die Dresdener Mühle

Vor 111 Jahre von den Bienerts am Dresdner Hafen gegründet

Die Vorgeschichte: Die Familie Bienert – die zuvor bereits die Hofmühle in Plauen betrieb – hatte die Hafenmühle 1913 nach Plänen des Architekturbüros Lossow und Kühne bauen lassen. Besonders prägnant ist ihr 63 Meter hohe Silo-Turm. 1972 verstaatlichten die Sozialisten den Betrieb, er gehörte danach zum VEB Mühlenwerke Dresden. 1984 folgte eine Modernisierung. 1987 kam sie auf eine Tagesproduktion von 125 Tonnen Mehl.

Nachhaltig produzierte und individualisierte Mehle gefragt

Heute schafft die „Dresdener Mühle“ 600 Tonnen am Tag, beschäftigt 73 Menschen und gehört zu „Bindewald und Gutting“. Dieses mittelständische Familienunternehmen hatte die Mühle vor zehn Jahren übernommen und seitdem bereits rund 15 Millionen Euro investiert, „um die Verbraucheranforderungen an die Gebäckvielfalt und die Lebensmittelsicherheit zu erfüllen“, heißt es aus dem Betrieb. So seien zunehmend nachhaltig produzierte und individualisierte Mehle für immer speziellere Produkte gewünscht, zum Beispiel für Backwarenspezialitäten wie Croissants und Donuts oder Süßwaren wie Waffeln. „Vor fünf Jahren haben wir 60 verschiedene Getreidequalitäten zu 40 bis 50 Mehlen und Mehlmischungen vermahlen“, erläutert Dirk Willkomm. „Heute sind es 67 Getreidequalitäten und bis zu 60 Mehlmischungen, die separat verarbeitet und gelagert werden müssen. Dafür benötigen wir Kapazitäten.“

Quellen: Dresdener Mühle, Wikipedia

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger