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Hälfte der Deutschen ist für Kamera-Pflicht im Auto

Weil viele Autohersteller ihre Fahrzeuge mit immer mehr Kameras spicken - hier BMW-Testfahrer Dr. Nico Kämpchen beim Forschungsprojekt "Hochautomatisiertes Fahren" auf der Autobahn - steigt die Nachfrage für hochintegrierte Bild-Sensoren. Foto: BMW
Foto: BMW

Berlin, 6. April 2018. Knapp die Hälfte aller Deutschen (47 %) sind dafür, dass sogenannte „Dashcams“ in Autos zur Pflicht werden – vor allem, um Beweise bei einem Unfall parat zu haben und um die Verkehrssicherheit zu verbessern. 2015 hatte sich erst ein Drittel für solche Kameras ausgesprochen, die auf dem Amaturenbrett oder an der Windschutzscheibe angebracht werden und das Verkehrsgeschehen voraus aufzeichnen. Das teilte der deutsche Digitalwirtschafts-Verband „Bitkom“ in Berlin mit. Er stützte sich dabei auf eine Umfrage von „Bitkom Research“ unter 1009 Deutschen.

Beweismaterial oder Schnüffelei?

In Russland und anderen Ländern sind solche Dashcams bereits in vielen Fahrzeugen installiert. „Dort nutzen viele Autofahrer die Kameras, um bei einem Unfall Beweismaterial in der Hand zu haben“, hieß es vom Bitkom. „Datenschützer sehen Dashcams aber vor allem dann kritisch, wenn diese dazu genutzt werden, den Verkehr lückenlos zu dokumentieren und so stetig und anlasslos Personen und Kennzeichen filmen.“ Über ihre Beweiskraft bei einem Unfall in Deutschland wird der Bundesgerichtshof am Dienstag verhandeln.

Autor: hw

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger

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