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Aus insolventer Solarworld wird SolarWorld

Freiberg ist heute auch ein Zentrum der Solarindustrie - hier eine Solarworld-Mitarbeiterin bei der Klassifizierung von Zellen. Abb.: Solarworld
Abb.: Solarworld

Gläubiger stimmen Verkauf an den alten Chef zu

Freiberg/Bonn, 11. August 2017. Der ehemalige Chef des insolventen Photovoltaik-Hersteller „Solarworld“, Frank Asbeck, kann sein Unternehmen von den Gläubigern zurückkaufen und unter leicht veränderter Flagge neustarten: Insolvenzverwalter Horst Piepenburg hat einen entsprechenden Kauf- und Übertragungsvertrag mit der „SolarWorld Industries GmbH“ geschlossen. Inzwischen haben auch die Gläubiger dem Deal zugestimmt.

Charmeur und Unternehmer Frank Asbeck. Abb.: Solarworld
Frank Asbeck. Abb.: Solarworld

Asbeck übernimmt nur Teil der Belegschaft

„Ziel ist die Weiterführung wesentlicher Teile der Solarzellen- und Modulproduktion und der Vertrieb dieser Hocheffizienzprodukte“, hieß es von SolarWorld. Das neue Unternehmen übernimmt die Fabriken und andere Sachwerte in Sachsen und Thüringen und einen Teil der Belegschaft. In Freiberg will Asbeck 285 seiner einst rund 1800 Mitarbeiter am Standort übernehmen.

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) Foto: Heiko Weckbrodt
Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) Foto: Heiko Weckbrodt

Minister: „Wollen Wertschöpfungskette in Europa erhalten“

Dass nur ein Teil der Solarworld-Beschäftigten übernommen werde, sei zu bedauern – ansonsten sei der Vertrag aber zu begrüßen, erklärte der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD). „Uns war es wichtig, dass die zukunftsweisende Branche der Solarindustrie in seiner gesamten Wertschöpfungskette in Europa erhalten bleibt. Und das ist nicht nur die Produktion, es geht dabei auch um die Forschung und Entwicklung, das Knowhow und um den Maschinen und Anlagenbau. Deshalb ist das jetzt ein wichtiger erster Schritt. Jetzt geht es aber darum, diese Chance zu nutzen, damit Solarworld eine langfristige Perspektive hat.“

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger

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