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Dresden darf sich nicht allein auf MINT stützen

Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) im Hygiene-Museum. Foto: Heiko Weckbrodt
Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) im Hygiene-Museum. Foto: Heiko Weckbrodt

OB Hilbert sieht hohe Defizite im Demokratieverständnis

Dresden, 5. Februar 2016. Die Dresdner dürfen sich nicht allein auf naturwissenschaftlich-technische Tugenden, auf die sogenannten MINT-Fächer (Mathe, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) stützten, sondern brauchen mehr gesellschaftliche und interkulturelle Bildung, hat Oberbürgermeister und MINT-Freund Dirk Hilbert (FDP) heute im Hygienemuseum während eines Besuchs im gläsernen Schülerlabor gefordert. „Wir sehen in unserer Stadtgesellschaft hohe Defizite im Demokratieverständnis“, sagte er zur Begründung. Er nannte „Pegida“ zwar nicht direkt als Auslöser diese Diagnose, verwies aber indirekt auf das Erstarken dieser rechtspopulistisch-fremdenfeindlichen Bewegung in Dresden.

Oberbürgermeister will mehr Geld für Schüleraustausch locker machen

Sinnvoll sei es, da bei der Jugend anzusetzen und den Schüleraustausch mit Dresdens internationalen Partnerstädten wie Ostrava, Breslau, St. Petersburg, Coventry und Rotterdam auszubauen, betonte Dirk Hilbert. Er wolle sich daher dafür einsetzen, dass die städtischen Etats dafür mit deutlich mehr gefüllt werden, mit etwa 200.000 Euro pro Jahr. Neue gesellschaftliche Diskussions- und Bildungsveranstaltungen wie den „Schülergipfel“ wolle er fortsetzen.

Interkulturelle Bildung soll nicht mehr hinter Ingenieurs-Tugenden anstehen

Dirk Hilbert selbst hatte in seiner früheren Zeit als Wirtschaftsbürgermeister Schülerlabore und andere MINT-Bildungsangebote fleißig gefördert, um Forscher- und Ingenieurs-Nachwuchs für die regionale Hochtechnologie-Wirtschaft anzufüttern. Gesellschaftliche und interkulturelle Bildungsangebote gerade auch für die jungen Dresdner sollen „in Zukunft MINT nicht nachstehen“, erklärte er. Einbauen wolle er solche Angebote auch in das Juniordoktor-Programm, das bisher eher MINT-lastig ist. Autor: Heiko Weckbrodt

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger

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