Pleite drohte: Werkzeugmaschinen-Firma Wappler in Coswig wird Sanierungsfall

Unternehmen will sich in Eigenregie sanieren, Insolvenzgericht Dresden setzt Betreuer ein
Coswig, 16.04.26. Angesichts drohender Zahlungsunfähigkeit hat die „Jörg Wappler Werkzeugmaschinen OHG“ aus Coswig beim Insolvenzgericht Dresden eine selbstverwaltete Sanierung unter Aufsicht beantragt. Die Richter haben den Insolvenzexperten Nils Freudenberg als Kontrolleur („vorläufiger Sachwalter“) eingesetzt. Das hat die Agentur „ABG Marketing“ mitgeteilt.
Insolvenzexperte: „Die Chancen stehen also gut.“
Als Gründe für die finanzielle und wirtschaftliche Schieflage des Maschinenhändlers nennt ABG „die schwierige Konjunktur in der Branche, geopolitische Spannungen, gestiegene Material- und Energiekosten sowie ausgefallene Aufträge durch Kunden, die selbst in Schieflage geraten sind“. Dennoch gibt sich Freudenberg zuversichtlich: „Nach meiner ersten Einschätzung und Begutachtung ist der Betrieb mit einer loyalen Belegschaft, einer engagierten Geschäftsführung und einem erprobten Sanierungsteam gut auf seine Neuaufstellung vorbereitet“, schätzt Freudenberg ein. „Neben der grundlegenden Sanierungsfähigkeit ist auch die erforderliche Lösungs- und Gesprächsbereitschaft auf Gläubigerseite vorhanden. Die Chancen stehen also gut.“ Helfen soll dabei unter anderem eine Hausmesse in der kommenden Woche
Das Unternehmen wurde 1994 gegründet und von der Wappler-Familie geführt. Der Betrieb handelt mit neuen und gebrauchten Werkzeugmaschinen des südkoreanischen Herstellers „DN Solution“. Zudem konzipiert es für seine Industriekunden passende Maschinenparks und Automatisierungs-Lösungen. Auch mit Sonderanfertigungen und Nachrüstungen („Retrofitting“) beschäftigt sich das 42-köpfige Team.
Autor: Heiko Weckbrodt
Quellen: ABG Dresden, Jörg Wappler Werkzeugmaschinen OHG, Linkedin, Creditreform

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