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Hälfte des deutschen Stroms aus Wind und Sonne

Um Strom über große Entfernungen zu transportieren, wird Wechselstrom auf hohe Spannungen transformiert und dann in der Nähe der Verbraucher wieder umgespannt - wie hier im Umspannwerk im Technopark Dresden-Nord. Da manche Anlagen, Geräte und Leuchten aber Gleichstrom brauchen, sind oft vor Ort noch weitere Transformationen durch Gleich- und Wechselrichter nötig. In DC-Fabriken sollen viele dieser Umwandlungen wegfallen. Foto: Heiko Weckbrodt
Foto: Heiko Weckbrodt

Deutschland bleibt auf Energieimporte angewiesen

Wiesbaden, 8. Dezember 2025. Der Anteil erneuerbarer Energiequellen an Deutschlands Stromerzeugung ist auf 64,1 Prozent gestiegen. Die größten Erzeuger sind dabei Wind- und Solaranlagen, die jeweils rund ein Viertel der Strommenge bereitstellen. Die restlichen Anteile der „Erneuerbaren“ teilen sich auf Biogas, Wasserkraft und Geothermie auf. Die Energie-Importe sind unterm Strich zwar gesunken, dennoch bleibt Deutschland per Saldo von Stromeinfuhren aus dem Ausland abhängig. Das geht aus einer Übersicht des Statistischen Bundesamtes (Destatis) in Wiesbaden hervor.

Demnach haben Stromerzeuger im 3. Quartal 2025 in Deutschland 98,3 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt und in die Netze eingespeist. „Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien stieg dabei um 3,0 % und erreichte mit einem Anteil von 64,1 % des inländisch produzierten Stroms einen neuen Höchststand für ein 3. Quartal“, berichten die Bundesstatistiker. Der Solaranteil liegt bei 24,1 Prozent, Windkraft kommt auf 26,8 Prozent. Während Kohle als Energieträger für die Stromerzeugung weiter rückläufig ist (Anteil nun: 20,1 Prozent), ist Erdgas wieder auf zwölf Prozent gestiegen.

Der Importüberschuss reduzierte sich um 30,3 % von 11,7 Milliarden Kilowattstunden im 3. Quartal 2024 auf 8,2 Milliarden Kilowattstunden im 3. Quartal 2025. Damit deckt Deutschland seinen Eigenbedarf wie schon seit dem Jahr 2023 nicht mehr selbst und bleibt Netto-Importeur von Strom.

Autor: hw

Quelle: Destatis

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger