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7 Millionen für Biophysik-Forscher in Dresden

Prof. Jens-Uwe Sommer ist Sprecher des neuen Graduiertenkollegs für biomolekulare Kondensate an der TU Dresden. Foto: Jens-Uwe Sommer, IPF
Prof. Jens-Uwe Sommer ist Sprecher des neuen Graduiertenkollegs für biomolekulare Kondensate an der TU Dresden. Foto: Jens-Uwe Sommer, IPF

Nachwuchswissenschaftler wollen Zusammenspiel von Biologie und Physik in Zellen verstehen

Dresden, 16. Juni 2025. Wie Physik und Biologie auf allen Ebenen zusammenhängen, wollen Dresdner Forscher in einem Graduiertenkolleg „Biomolekulare Kondensate: Von der Physik zu Biologischen Funktionen“ untersuchen. Die „Deutsche Forschungsgemeinschaft“ (DFG) hält das Thema für vielversprechend – und hat den Wissenschaftlern dafür nun sieben Millionen Euro Fördergelder zugesagt. Das haben das sächsische Wissenschaftsministerium und die TU Dresden mitgeteilt.

Dresden spezialisiert sich weiter auf die Physik des Lebens

„Nach der Entscheidung über die Fortsetzung der Förderung für das Exzellenzcluster ,Physics of Life’ ist dies ein weiterer Beleg für die einzigartig gebündelte wissenschaftliche Exzellenz und die hohe internationale Sichtbarkeit sächsischer Forschung an der Schnittstelle von Physik und Biologie, speziell hier in Dresden“, lobte Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow die Wissenschaftler.

Für das Forschungsprogramm tun sich junge Dokotoranden von der TU Dresden, vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf, vom Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden und vom Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik Dresden zusammen. Sie wollen ab April 2026 gemeinsam untersuchen, welche physikalischen Prozesse sich eigentlich abspielen, wenn eine menschliche Körperzelle auf Stress reagiert oder Signale weiterleitet. Im Fokus stehen dabei vor allem sehr kleine Strukturen in den Zellen, die keine Membran-Wände haben und dennoch für konkrete Funktionen zuständig sind. Diese „biomolekularen Kondensate“ entstehen durch Phasentrennung von Flüssigkeiten in den Zellen. Offensichtlich spielen dabei die Zusammensetzung, die Materialeigenschaften, die Geometrie und die Mikroumgebungen der Kondensate eine wichtige Rolle. Wie all dies auf mikroskopischer Ebenen zusammenwirkt, soll das Graduiertenkolleg zu klären versuchen. Womöglich gelingt es dadurch, Entstehung mancher Krankheiten besser zu verstehen – und dann daraus neue Therapien abzuleiten.

Autor: hw

Quellen: SMWK, Oiger-Archiv, TUD

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger