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Baustart für Kreislaufwirtschafts-Forschungscampus Lausitz

Mit der Grundstein-Kassette für Circecon (v.l.n.r.): Prof. Alexander Kratzsch, Rektor der Hochschule Zittau-Görlitz, Prof. Klaus-Dieter Barbknecht, Rektor der Bergakademie Freiberg, Prof. Anja Strobel, Forschungs-Prorektorin der TU Chemnitz, Prof. Circecon-Projektleiter Niels Modler von der TU Dresden, Rektorin Prof. Ursula Staudinger von der TU Dresden, Hochschul-Abteilungsleiter Dr. Ronald Werner vom Wissenschaftsministerium und Landesentwicklungs-Ministerin Regina Kraushaar. Foto: Nils Eisfeld für die TUD
Mit der Grundstein-Kassette für Circecon (v.l.n.r.): Prof. Alexander Kratzsch, Rektor der Hochschule Zittau-Görlitz, Prof. Klaus-Dieter Barbknecht, Rektor der Bergakademie Freiberg, Prof. Anja Strobel, Forschungs-Prorektorin der TU Chemnitz, Prof. Circecon-Projektleiter Niels Modler von der TU Dresden, Rektorin Prof. Ursula Staudinger von der TU Dresden, Hochschul-Abteilungsleiter Dr. Ronald Werner vom Wissenschaftsministerium und Landesentwicklungs-Ministerin Regina Kraushaar. Foto: Nils Eisfeld für die TUD

Bund und Sachsen investieren 108 Millionen Euro

Schwarze Pumpe, 11. Juni 2025. Hochschul-Vertreter und Wissenschaftspolitiker haben heute den symbolischen Grundstein für einen neuen Forschungscampus für „Grüne Kreislaufwirtschaft“ im Industriepark „Schwarze Pumpe“ gelegt. In dem neudeutsch „Green Circular Economy“ (Circecon) genannten Komplex an der Grenze zwischen Sachsen und Brandenburg sollen ab Anfang 2027 Ingenieure und Ressourcen-Forscher neue Technologien entwickeln, die Abfälle sparen beziehungsweise für neue Produkte nutzbar machen.

Dresden, Chemnitz, Freiberg und Zittau/Görlitz bündeln Recycling-Expertise

Der Bund und der Freistaat Sachsen wollen bis Ende 2026 rund 108 Millionen Euro in den Bau und die Forschungsinfrastruktur für den „Circecon“ investieren. Der größte Teil der Zuschüsse stammt aus Kohle-Ausstiegsgeldern für die Lausitz. Die wissenschaftliche Betreuung übernehmen die TU Dresden, die TU Chemnitz, die Bergakademie Freiberg und die Hochschule Zittau/Görlitz.

Ministerin hofft auf neue Jobs und Ausgründungen im Braunkohle-Revier

„Mit dem heutigen Tag bekräftigen wir unseren Anspruch, das Lausitzer Revier zu einem der modernsten Forschungs- und Innovationsstandorte Europas für treibhausgasneutrale Kreislaufwirtschaft zu entwickeln“, betonte die sächsische Landesentwicklungs-Ministerin Regina Kraushaar (CDU). Sie erhofft sich vom Circecon-Projekt „Know-how, Investitionen und neue Perspektiven für die Menschen in der Region“.

Die Forscher wollen auf dem rund 14.500 Quadratmeter großen Campus vor allem neue Verfahren zur Industriereife führen, mit denen sich Faserverbund-Werkstoffe und Materialien aus biologischen Quellen wiederverwerten lassen. Dazu gehören laut Hochschul-Angaben „intelligente Sortier- und Aufbereitungstechnologien“, „kreislauffähige Materialentwicklung“, „Digitalisierung in der Kreislaufwirtschaft“ inklusive KI-Einsatz sowie nachhaltige Prozesse. Zudem sollen neue Arbeitsplätze durch Unternehmensansiedlungen geschaffen sowie Ausgründungen in der Region beschleunigt werden, verspricht die federführende TU Dresden.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quellen: TUD, SMIL, Oiger-Archiv

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger