75 % weniger Diebstähle – Leag-Drohnen schrecken Langfinger ab

Diebe stahlen Kupfer und Diesel von Tagebauen und Betrieben in der Lausitz
Cottbus, 17. Mai 2025. Drohnen helfen dem Lausitzer Energiekonzern „Leag“, Diebe abzuschrecken. Und dies gelingt in Kombination mit Videotürmen auch immer besser. Darauf hat das Unternehmen in Cottbus hingewiesen. Im Einsatz seien die fliegenden Augen beispielsweise im Tagebau Jänschwalde sowie über dem „Zentralen Eisenbahnbetrieb“.
Energieversorger berichtet über deutlich gesunkene Fallzahlen
„Erst seit wenigen Monaten nutzt Leag autonome Drohnen und künstliche Intelligenz zur Diebstahlbekämpfung innerhalb ihrer Industrieanlagen und Energiestandorte“, berichtet der Energieversorger. „Eine positive Wirkung zeigt sich aber schon innerhalb dieser ersten kurzen Projektphase. So sank die Anzahl der Diebstähle im Winterhalbjahr 2024/2025 bereits deutlich.“

Fliegende Drohnen patrouillieren über Tagebaue und Betriebe
„Nach unserer Schätzung hat sich das Diebstahlaufkommen um etwa 75 Prozent senken lassen“, berichtet Unternehmen-Schützer Johannes Bieder. „Die Drohnen führen sehr zuverlässig ihre selbstständigen Patrouillenflüge über unserem Betriebsgelände durch und konnten dabei frühzeitig Gefahren wie Diebstahlversuche, Vandalismus oder sonstige illegale Handlungen identifizieren.“

KI wertet Wärmebilder aus
Die Drohnen selbst sind mit Kameras sowie Sensoren ausgestattet und sind mit einer Künstlichen Intelligenz gekoppelt. „Die mit der Drohne verbundene KI wertet aus, ob es sich auf dem Bild der Wärmekamera um einen Menschen handelt und alarmiert entsprechend den diensthabenden Einsatzkoordinator im Leag-Lagezentrum“, erklärt Michael Freese vom Leag-Lagezentrum. „Von dort aus rufen wir dann entweder unseren Wachdienst oder Einsatzkräfte der Polizei zu den Tatorten.“
Mehrere 10.000 Euro Schäden pro Monat in der Vergangenheit
Diebe hatten in den vergangenen Jahren vor allem auf Kupfer und Diesel aus den Tagebauen, Teilbetrieben und Infrastrukturen des Unternehmens gestohlen. Dabei entstanden oft mehrere 10.000 Euro Schäden pro Monat. Weil dies häufig an entlegenen und weit verteilten Orten passierte, war der menschliche Wachschutz mit der Überwachung überfordert. Daher geht die Leag seit 2024 mit Drohnen gegen die – vermutlich professionellen – Langfingerbanden vor.
Autor: hw
Quellen: Leag, Oiger-Archiv

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