ForschungNewszAufi

Jugend forscht: Kurbeln Märchen bald die Ernte an?

Nele Kirmse hat mit ihrer Arbeit über den Einfluss von Märchen auf Pflanzen einen 1. Preis in der Kategorie "Biologie" von "Jugend forscht junior" gewonnen. Foto: Porsche
Nele Kirmse hat mit ihrer Arbeit über den Einfluss von Märchen auf Pflanzen einen 1. Preis in der Kategorie „Biologie“ von „Jugend forscht junior“ gewonnen. Foto: Porsche

Faszinierende Projekte im Landeswettwerb ausgezeichnet – 32 Jungforscher kommen ins Bundesfinale.

Leipzig/Dresden, 13. April 2025. 32 junge Sachsen und Sächsinnen haben sich gestern in den Landeswettbewerben von „Jugend forscht“ und „Jugend forscht Junior“ in Leipzig mit ihren Arbeiten durchgesetzt und damit für das Bundesfinale qualifiziert. Das haben das Wissenschaftsministerium in Dresden sowie das Patenunternehmen „Porsche“ mitgeteilt.

Und die Forschungsprojekte der Junioren spiegelten die ganze Bandbreite von kurios über detailversessen bis exzellent. Nele Kirmse zum Beispiel führte in ihrem Projekt den Nachweis, dass Märchen das Wachstum von Kresse, Zauberbohnen und womöglich auch anderen Pflanzen beeinflussen – je nach der Sprache, in der die Geschichte vorgetragen wurde. Dafür bekam die Schülerin den 1. Preis in der Kategorie „Biologie“ von „Jugend forscht junior“. „Untersucht habe ich das Wachstum bei sieben verschiedenen Sprachen, bei vollkommener Ruhe und bei Alltagsgeräuschen in einem Kinderzimmer“, erzählt sie. „Dabei zeigten sich deutliche Unterschiede im Wachstum.“

Andere beschäftigten sich mit eher technologischen Themen: Der 18-jährige Malte Ließ vom Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium Dresden beispielsweise entwickelte eine Transportdrohne mit neigbaren Rotoren, bei dem das Mittelstück auch bei seitlichen Flugbewegungen waagerecht bleibt. Damit merzt er womöglich ein altes Manko klassischer Drohnen aus, die bei Richtungsänderungen ihren ganzen Rumpf kippen. Das nämlich erhöht den Luftwiderstand, benötigt mehr Energie und verkürzt dadurch die mögliche Flugzeit. Für seine Innovation bekam der Gymnasiast einen Sonderpreis von Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD). Einen weiteren Sonderpreis bekam der 14-jährige Lazar Lominski vom Wilhelm-Ostwald-Gymnasium Leipzig für sein KI-gestütztes Fütterungssystem für Tiere.

„Leidenschaftlicher Erfindergeist bringt technischen Fortschritt voran“, betonte Panter. Junge Talente spielen dabei eine zentrale Rolle – sie bringen frischen Wind und innovative Ansätze“.

Kurze Beschreibungen aller Gewinnerprojekte sind unter jugend-forscht-sachsen.de zu finden.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quellen: SMWK, Porsche, Jugend forscht

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger