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Internationale Telefonbetrüger-Bande ausgehoben

Laut Verbraucherzentrale Sachsen mehren sich Beschwerden über wochenlang tote Telefonanschlüsse nach der Umstellung auf IP-Telefonie. Foto: Heiko Weckbrodt
Foto: Heiko Weckbrodt

Kriminelle zockten von Türkei aus über Strohfirmen deutsche Senioren ab

Hagen/Dresden, 14. Februar 2024. Die deutsche Cyberpolizei hat ein Netzwerk von Telefonbetrügern zerschlagen und dabei unter anderem eine 50-jährige Griechin in Hagen festgenommen. Außerdem durchsuchten sie 20 Büros und Wohnungen in Baden-Württemberg, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und in Griechenland. Das hat die Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Cybercrime bei der Staatsanwaltschaft Leipzig und das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen mitgeteilt, die bei dem Aktion mit der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe und dem LKA Baden-Württemberg zusammengearbeitet hatte.

Mit falschen Gewinnversprechen, Schockanrufen und Abfofallen zweistelligen Millionenbetrag ergaunert

Laut den Ermittlern hatte die international agierende Gruppe einen Ring krimineller Callcenter und Strohfirmen betrieben und von dort aus vor allem Senioren über den Tisch mit falschen Gewinn-Versprechen, angeblichen Polizei-Anrufen und Abo-Fallen betrogen zu haben. Insgesamt zockten die Betrüger so vermutlich insgesamt einen zweistelligen Millionenbetrag ab.

Der Kern der Betrügergruppe agierte nach LKA-Angaben von der Türkei aus, beteiligt waren aber Leute aus Polen, Griechenland und anderen Ländern. „Bei den Maßnahmen, im Zuge derer über 100 Beamtinnen und Beamte im Einsatz waren, wurden neben umfangreichem Beweismaterial, wie elektronische Datenträger und IT-Ausstattung, das nun ausgewertet wird, auch zwei Schusswaffen sichergestellt“, berichtet das LKA Sachsen. „Ferner gelang es den Ermittlerinnen und Ermittlern mehrere betrügerische Telefonnummern sowie eine zweistellige Anzahl von betrügerisch genutzten Servern abzuschalten.“

Quelle: LKA Sachsen

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger