Neustart für Getreideanlagenbau-Werk in Döbeln
Neuer Eigentümer will neue Geschäftsfelder aufbauen
Döbeln, 16. August 2024. Nach der Übernahme durch die Beteiligungsgesellschaft „Zachert Private Equity“ im Juni 2024 unternimmt das frühere Bühler-Werk in Döbeln nun einen Neustart als „Döbelner Anlagen- und Maschinenbau GmbH“ (DAMB). Durch den Eigentümerwechsel seien 78 Arbeitsplätze gesichert worden, teilte das Unternehmen heute mit.
„Döbelner Anlagen- und Maschinenbau“ ist auf Nahrungsmittel-Technik spezialisiert
Spezialisiert ist die DAMB auf den Bau von Maschinen für die Getreide-Logistik und andere Sparten der Nahrungsmittelindustrie. Der neue Eigentümer „Zachert Private Equity“ (ZPE) will das Geschäftsmodell künftig „strategisch erweitern“, heißt es aus dem Unternehmen „In Planung soll dies durch den Zukauf weiterer Unternehmen oder Unternehmensteile erfolgen.“
Wechselnde Eigentümer
Der bayrische Anlagenbauer Schmidt-Seeger hatte die Maschinenbau-Fabrik in Döbeln 1993 als Zweigwerk errichtet. Ab 2010 gehörte das Werk – genauso wie die wirtschaftlich ins Trudeln geratene frühere Muttergesellschaft – zur Schweizer Bühler-Gruppe. Die wollte jedoch zuletzt die Döbelner Fabrik loswerden. „Die veränderte Marktsituation“ zwinge Bühler Deutschland, seine Kapazitäten im bayrischen Beilngries zu konzentrieren“, hatte Bühler-Deutschlandchef Konrad Groß im Mai erklärt. Daraufhin kaufte die ZPE aus Grünheide den sächsischen Maschinenbauer. „Gerade jetzt, in politisch unsicheren Zeiten, glauben wir an den Standort Sachsen und haben daher hier investiert“, erklärte ZPE-Chef Olaf Zachert. „Uns ist der Erhalt der Arbeitsplätze und des Werks in Döbeln wichtig. Auf Basis einer klaren Strategie haben jetzt der weitere Ausbau und die Neuausrichtung der Produktion Priorität.“ Im Beirat der ZPE ist übrigens der frühere sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich tätig.
Autor: Oiger
Quelle: ZPE/DAMB,Wikipedia

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