Sachsen und Chinesen wollen Groß-Akkus zuverlässiger machen

Überwachungs-System soll defekte Zellen und andere Fehler in Energiespeichern finden
Dresden/Hongkong, 11. Juli 2024. Damit große Stromspeicher zuverlässiger arbeiten und weniger Akku-Zellausfälle verschmerzen müssen, haben Ingenieure aus Sachsen und China gemeinsam ein Diagnose-System für große Akkumulatoren entwickelt: Das neue Qualitätssicherungssystem für Batteriespeichersysteme (Bess) ist eine gemeinsames Projekt von „Sinovoltaics“ aus Hongkong und der Dresdner Fraunhofer-Ausgründung „Volytica Diagnostics“. „Thermische, elektrische und kapazitätsbezogene Probleme können damit sofort erkannt und korrigiert werden“, versichern die Sachsen.
„Unser Ziel ist es, die Investitionen unserer Kunden zu schützen, indem wir die Leistung und Sicherheit ihrer Anlagen gewährleisten“, betonte Sinovoltaics-Technologiedirektor Arthur Claire. „Selbst ein kleiner Defekt auf Zellebene kann eine gesamte Investition gefährden.“
„Bei der derzeitigen Praxis werden oft kritische Mängel übersehen, da die Systeme als Ganzes und nicht jedes Element einzeln geprüft werden“, ergänzte Volytica-Chef Claudius Jehle. „Wir haben diese Methode geändert und testen 100% aller Komponenten, und das automatisch. Damit verringern wir das Risiko von Rückschlägen nach der Inbetriebnahme erheblich, sparen Zeit und Geld.“
Volytica geht auf Forschungsprojekt am Dresdner „Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme“ (IVI) zurück, das darauf zielte, elektrisch angetriebene Busse und deren Akkus besser zu überwachen. 2019 gründete sich das Forscherteam als „Volytica“ aus dem Institut aus. Zur Finanzierung hatte das fünfköpfige Team zuletzt 2023 eine 5,5 Millionen Euro teure Kapitaleinlage durch „Shift Invest“ und „EnBW New Ventures“ eingeworben.
Autor: Oiger
Quelle: Volytica Diagnostics, DWR eco

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