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Bäcker Walther gewinnt DNN-Wirtschaftspreis

Bäckermeister Matthias Walther bereitet in seiner Backstube ein Keksblech vor. Foto: Heiko Weckbrodt
Bäckermeister Matthias Walther bereitet in seiner Backstube ein Keksblech vor. Foto: Heiko Weckbrodt

Chefredakteur: „Ohne Mittelstand nützen uns die schönsten Leuchttürme nichts

Dresden, 8. Oktober 2019. Meister Matthias Walther und seine backende Mannschaft aus Dresden gewinnen in diesem Jahr den DNN-Wirtschaftspreis „So geht‘s aufwärts“. Das hat DNN-Chefredakteur Dirk Birgel heute Abend während der Festveranstaltung im Lingnerschloss bekannt gegeben. „Sein Geschäftsmodell ist das Ergebnis von harter Arbeit und Innovationsfreude“, würdigte Handwerkskammer-Präsident Jörg Dittrich den Preisträger. Meister Walther beweise, „welches Potenzial im Handwerk steckt“.

Handwerk braucht neue Geschäftsmodelle

Die Jury-Entscheidung ist auch insofern als Signal an die Handwerkerschaft zu verstehen, wie wichtig es ist, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, um sich inmitten von Globalisierung und Digitalisierung zu behaupten. Ein Vorbild dafür ist eben die Bäckerei Walther: Während anderswo Familienbetriebe unter dem starken Wettbewerbsdruck durch eine automatisierte Backindustrie in die Defensive geraten und reihenweise dicht machen, haben die Walthers neue Ideen und Umsatzquellen wie die Kexerei und den Keks-Internethandel entwickelt, um ein traditionsreiches Handwerk in die Zukunft zu führen.

Den zweiten Preis hat die Fachjury dem jungen Unternehmen Wandelbots zuerkannt, mit dessen Sensor-Technologie und Software es zum Kinderspiel wird, Robotern neue Arbeiten beizubringen. Auf Rang 3 platzierten sich die Schweißbrenner-Spezialisten von Abicor Binzel aus Altlöbtau, die sich über Jahrzehnte hinweg eine weltweite Führungsposition in ihrer Branche erarbeitet haben.

„Ohne den breiten Mittelstand nützen uns die schönsten Leuchttürme nichts“, betonte Dirk Birgel mit Blick auf die Gewinner. „Wir zeichnen heute klassisches Handwerk, Start-ups und echte Hidden Champions aus.“

Autor: hw

Quellen: Vor-Ort-Recherche, IHK, HWK, OSD, SMWA

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger