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Die Inventur übernimmt die Drohne

Der Quadcopter RC Video One hat, wie es der Name schon sagt, 4 Rotoren, eine Kamera an der Nase und blinkernde Farb-LEDs - ein Hingucker. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Symbolfoto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Robotron und BMW bringen schwebenden Lageristen bei, Ersatzteile zu unterscheiden

Dresden, 26. April 2018. Lager-Inventuren erledigen in Zukunft autonome Drohnen, die dank künstlicher Intelligenz (KI) selbstständig Ersatzteile und andere Gegenstände erkennen, wenn sie durch die Regalreihen schweben. Eine entsprechende Technologie haben nun die Dresdner Softwareschmiede Robotron und der Münchner Autokonzern BMW entwickelt. Das hat Uwe Wieland angekündigt, der bei Robotron den Geschäftsbereich „Industrie“ leitet.

Gemeinsames Start-up geplant

„Auch andere Partner haben Interesse an dieser Technologie“, teilte er mit. Dabei handele es sich zum Beispiel um Leasing- und Mietwagen-Firmen, die zurückgegebene Autos automatisch durch Drohnen auf Schäden untersuchen lassen wollen. Daher planen Robotron und BMW, demnächst ein Unternehmen zu gründen, das diese Inventur-Dohnen weiterentwickelt und vermarktet. Beide Seiten wollen sich jeweils zur Hälfte an diesem Start-up beteiligen. Name und Gründungsdatum stehen laut Wieland aber noch nicht fest.

Neuronale Erkennung und Lernsysteme

Die neuronale Objekterkennungs-Technologie dahinter ist den Methoden nachempfunden, mit denen auch der Mensch Gegenstände erkennt und unterscheidet. Die „Unterrichts-Lektionen“ für die Drohne hat Robotron entwickelt: Mit diesem System lernt die KI, welches Muster welchem Objekt entspricht.

Über Robotron und BMW

Das Unternehmen Robotron geht auf das frühere DDR-Computerkombinat zurück, spezialisierte sich nach der Wende aber vor allem auf Datenbanksysteme und Schulungen. Erst seit kurzem entwickelt das Unternehmen auch wieder Hardware. Die im Dresdner Gewerbegebiet Coschütz-Gittersee angesiedelte Firma beschäftigt 442 Mitarbeiter und kommt auf knapp 44 Millionen Euro Umsatz. Der Autokonzern BMW hat seinen Hauptsitz in München, beschäftigt weltweit über 120 000 Mitarbeiter und realisiert jährlich knapp 100 Milliarden Euro Umsatz.

Autor: Heiko Weckbrodt

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