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Chefinnen-Anteil stagniert bei 29 %

Frauenanteile in den Führungsetagen im EU-Vergleich. Grafik: destatis
Frauenanteile in den Führungsetagen im EU-Vergleich. Grafik: destatis

Deutschland im EU-Vergleich unterer Durchschnitt

Wiesbaden/Kamenz, 7. März 2016. Der Anteil weiblicher Chefs stagniert seit über zwei Jahren bei 29 Prozent. Das teilte das Statistische Bundesamt (destatis) in Wiesbaden im Vorfeld des Internationalen Frauentags (8. März) mit. Mit dieser Chefinnen-Quote liege Deutschland deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 33 %.

Lettland und Ungarn ganz vorn

Zum Vergleich: In Lettland stellen Frauen 44 % der Führungskräfte, in Ungarn sind es 40 %. EU-Schlusslicht ist Zypern mit einem Chefinnen-Anteil von nur 17 %. Zu den Führungspositionen zählt destatis Vorstände, Geschäftsführer sowie Führungskräfte in Handel, Produktion und Dienstleistungen.

In Sachsen ist nur jeder 5. Professor weiblich

Es dürfte aber wohl damit zu rechnen sein, dass sich die Chefinnen-Quote in den nächsten Jahren erhöhen wird. Betrachtet man beispielsweise die Hochschulen in Sachsen, so sind nur 20 Prozent der Professoren weiblich – vor zehn Jahren lag dieser Frauenanteil erst bei 14 Prozent. Dies hat das Statistische Landesamt in Kamenz ermittelt. Und: Innerhalb der sächsischen Studentenschaft machen Frauen bereits 45 % aus, was zumindest die Vermutung zulässt, dass diese hochqualifizierten Frauen später in stärkerem Maße als heute Professorinnen-Stellen und andere leitende Positionen besetzen werden.

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger

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