Trendwende: Umsatz bei größter Chip-Foundry TSMC steigt wieder

Hsinchu, 10.11.2011: Nachdem der weltgrößte Chip-Auftragsfertiger TSMC zuletzt sinkende Umsätze geschrieben und wegen der Euro-Krise und der US-Haushaltskrise düstere Prognosen abgegeben hatte (Der Oiger berichtete), nimmt die im taiwanesischen Hsinchu beheimatete Foundry nun wieder Fahrt auf: Im Oktober kletterte der Umsatz bei TSMC um 13,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat – das Unternehmen war noch vor kurzem von einem Abwärtstrend ausgegangen.
Eine Begründung gab das Unternehmen nicht ab. Es ist aber davon auszugehen, dass der Umstieg auf Strukturgrößen unter 30 Nanometer die Auftragslage seitens der großen Grafikchip-Schmieden Nvidia und AMD (ATI) beflügelt hat, auch kommen aus dem Smartphone- und Tablet-Markt belebende Impulse für die Mikroelektronikbranche. Unter andere konnte TSMC auch Aufträge von Apple (iPad, iPhone) akquirieren.
Die Geschäftslage bei den großen Auftragsfertigern wie TSMC, UMC und Globalfoundries ist erfahrungsgemäß ein guter Frühindikator für Trendwenden in der Halbleiterbranche. Dabei gibt es einen ähnlichen Effekt wie bei den Zeitarbeitern – auch die werden als erstes vor die Tür gesetzt, wenn die Konzerne einen Abwärtstrend wittern, weil diese die eigenen Kapazitäten und Belegschaften möglichst erst zuletzt abbauen wollen. Heiko Weckbrodt

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