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Gordon Gekko gegen Dieter Glanz – klaute Dieter Wedel von Oliver Stone?

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Bud Fox bekommt Ärger mit seinem Chef wegen eines Kunden.

Der eine Film gehört in der Zwischenzeit zu den Klassikern. Nicht umsonst erschien  ein Nachfolger. Die Rede ist von Oliver Stones „Wall Street“ und dem Komplott zwischen dem Finanzmogul Gordon Gekko und seinem Mit- und Gegenspieler Bud Fox. Bei dem zweiten Streifen wird erst noch die Zukunft zeigen, ob er sich in der deutschen Filmlandschaft auch langfristig als Klassiker etablieren kann. Auch in diesem Film geht es um Geld, um viel Geld. Dieter Wedel erzählt in seinem Film „Gier“ die Geschichte von Dieter Glanz und einem seiner Opfer, Andy Schroth. Erstaunlich sind bei beiden Filmen die direkten Parallelen, die man beim genaueren Hinsehen bemerkt. Man könnte fast denken, Dieter Wedel bediente sich bei Oliver Stone.

Die Parallelen in den beiden Filmen „Gier“ und „Wall Street“ sind unverkennbar. Da wäre zum einen der Beginn beider Filme. In Wall Street gerät Bud Fox mit seinem Chef aneinander, als Bud Fox von einem Großanleger betrogen wird. Dasselbe Spiel in Gier. Hier ist es Andy Schroth der sich vor seiner Chefin rechtfertigen muss, weil ein Kunde nicht mitspielt.

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Andy Schroth regt sich über seine Chefin auf, als diese ihn wegen eines Kunden kritisiert.

Auch am Ende beider Filme gibt es Ähnlichkeiten. Bud Fox stellt sich in Wall Street Gordon Gekko. In dem stattfindenden Gespräch fallen dabei die folgenden Worte durch Gordon Gekko: „I guess you think you taught the teacher a lesson, that the fail can wag the dog, huh?“ Sinngemäß: “Wolltest du dem Lehrer beibringen, dass der Schwanz jetzt mit dem Hund wackeln kann?“ Ähnlich äußert sich auch Dieter Glanz gegenüber Andy Schroth am Ende des Filmes Gier. Dabei fällt folgender Wortlaut: „Bestiehlst mich, verrätst mich, du Judas. Wackelt der Schwanz jetzt mit dem Hund?“

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Gordon Gekko attackiert Bud Fox im Central Park – (Wall Street – 1:51:00)
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Dieter Glanz rechnet verbal mit Andy Schroth ab – (Gier 2.Teil – 1:19:00)

Sich ähnelnde Wortpassagen findet man gleich mehrfach in beiden Filmen. Und dies, obwohl sich die Handlungen der Filme „Wall Street“ und „Gier“ stark voneinander unterscheiden. OK, in beiden Filmen geht es um Gier, doch während in „Wall Street“ die Geschichte von einem skrupellosen Finanzmogul erzählt wird, dreht sich die Geschichte in Dieter Wedels „Gier“ um einen Hochstapler und die Blindheit, mit der seine Opfer an seine Erzählungen glauben.

Der Vater von Bud Fox, Carl Fox äußert sich im ersten Teil des Filmes „Wall Street“ gegenüber seines Sohnes wie folgt: „I always say money’s something you need in case you don’t die tomorrow. Right?“ Die sinngemäße Übersetzung kann man sich an dieser Stelle sparen, denn Nadja, die Schwägerin von Andy Schroth, tätigt diese am Ende des ersten Teils von „Gier“. Nadja: „Ich sag’s, ja. Man braucht Geld, wenn man nicht gerade vorhat, morgen zu sterben.“

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Carl Fox spricht mit seinem Sohn Bud Fox übers Geld – (Wall Street – 0:11:40)
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Nadja erzählt ihrer Schwester etwas zum Thema Geld – (Gier Teil 1 – 1:06:00)

Folgt man den Verlauf der Geschichte von Wall Street von dieser Stelle aus weiter, stößt man als Nächstes auf ein Aufeinandertreffen zwischen Gordon Gekko und Larry Wildman. In diesem äußert sich Gordon wie folgt: „Showdowns bore me, larry. Nobody wins.“ Ähnliche Situation in Dieter Wedels „Gier“ – Ende zweiter Teil. Hier sind es Dieter Glanz, der sich mit einem seiner Anleger, Leon Grünlich, auseinander setzen muss. Dieter Glanz in dieser Situation: „Kraftproben find ich langweilig, Leon. Dabei gewinnt keiner.“

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Machtprobe zwischen Larry Wildman und Gordon Gekko – (Wall Street – 0:45:00)
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Leon Grünlich attackiert Dieter Glanz – (Gier Teil 2 – 0:56:00)

Gibt es weitere Parallelen? Selbstverständlich. Da wäre zum Beispiel noch folgende Aussage von Gordon Gekko. In dieser erzählt er von einem Freund, der wiederum von einem Dritten zu Gorden Gekko befragt wurde. Gordon Gekko: „A friend asked: „Why are we honourings this man? Did we run out of humans beings?”” Sinngemäß übersetzt bedeutet dies: “Warum hofieren wir diesen Mann? Ist der Vorrat an Menschen aufgebraucht?“ Eine ähnliche Aussage findet man auch im ersten Teil von „Gier“ wieder. Diesmal von dem Erben Hajo Novak, der sich gegenüber Nadja äußert, als diese sich zu Leo Grünlich setzt. „Was willst du denn mit dem Schätzchen? Ist der Vorrat an Menschen aufgebraucht?“

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Gordon Gekko erzählt eine Geschichte – (Wall Street – 1:17:00)
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Hajo Novak stellt Nadja eine Frage – (Gier Teil.1 – 0:31:00)

Zum Schluss noch die Aussage von Gordon Gekko zu Darien, der Freundin von Bud Fox. „We are smart enough not to buy into the oldest myth running. Love!“ Übersetzt: „Wir sind schlau genug, um nicht an den ältesten Mythos zu glauben. Liebe!” Und was sagt Nadja zu Dieter Glanz, als diese sich im ersten Teil von „Gier“ in der Lobby eines Hotels treffen? „Ich bin klug genug, um nicht auf das älteste Märchen der Welt hereinzufallen. Liebe!

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Gordon Gekko unterhält sich mit Darien über Liebe – (Wall Street – 1:06:00)
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Nadja erklärt Dieter Glanz was sie vom ältesten Märchen der Welt hält – (Gier Teil.1 – 0:46:00)

Ob Dieter Wedel diese hier aufgeführten Sätze aus dem Film „Wall Street“ entnommen hat, kann er nur selber erklären. Dass er ein großer Bewunderer des Films „Wall Street“ ist, hat er bereits kundgetan. Ist aufgrund dieser Vermutungen der Film von Dieter Wedel „Gier“ minderwertiger? Mitnichten. Bei beiden Filmen handelt es sich um hervorragende Streifen, die man unbedingt gesehen haben soll. Beide Filme haben ihren eigenen Reiz und ihre eigene Botschaft. Und wer weiß schon genau, woher Oliver Stone seine in seinem Film verwendeten Sätze her hat? Autor: Ronny Siegel

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Über sich selber etwas zu schreiben ist wohl eines der schwierigsten Dinge. Ich versuche es trotzdem. Mein Name ist Ronny Siegel. Auf Computer-Oiger blogge ich über Software und Filme. Mehr über mich findest du auf meiner Google+ Seite. In diesem Sinne "Kreise mich ein", wenn du mehr erfahren möchtest ;)

1 Kommentare

  1. Dieter Wedel klaut wiederholt, schau Dir mal den Mehrteiler “Der große Bellheim” an, dort gibt Heinz Hoenig ebenfalls den Gecko, satzweise 1:1 kopiert

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