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Kamera-Autos von Google fotografieren Dresdens Straßen

Schnappschuss von einem Google-Streetview-Auto in der Nähe des Hauptbahnhofs Dresden. Foto: Ronny Siegel

Schnappschuss von einem Google-Streetview-Auto in der Nähe des Hauptbahnhofs Dresden. Foto: Ronny Siegel

Dresden, 7. Januar 2015: Seit einiger Zeit sind wieder jene Autos mit den komischen Pilzen auf dem Dach in Dresden und weiteren deutschen Städten unterwegs, die vor ein paar Jahren für großen Streit gesorgt hatten: Google lässt mit seinen Fahrzeugen derzeit neuere Fotos für sein „Streetview“-Projekt schießen. Gesichtet wurden die Google-Autos mit den auffälligen Kamera-Aufbauten zuletzt unter anderem in Strehlen und in Hauptbahnhof-Nähe.

Frühere Streetview-Fahrten sorgten für heftige Datenschutz-Debatten

Vor allem in den Jahren 2008 bis 2010 hatte der Einsatz dieser Kamerawagen für hitzige Diskussionen in Deutschland gesorgt: Anwohner und Datenschützer kritisierten dies als Eingriff in der Privatsphäre der Bürger, wenn diese damit rechnen müssen, von den Google-Autos in privaten Momenten abgelichtet und dann damit auf Jahre im Internet verewigt zu werden. Google sagte daraufhin zu, Menschen auf den Fotos unkenntlich zu machen und auch ganze Gebäude auf Antrag wegzupixeln.

Streetview-Erklärvideo von Google (Englisch):

Google will Fotos diesmal nicht veröffentlichen

Diesmal will sich der US-Internetkonzern aber anscheinend gar nicht erst aufs Glatteis begeben: Wie Google Deutschland auf Oiger-Anfrage mitteilte, sollen die jetzt erfassten Fotos nur kartografisch genutzt werden: „Bei den kommenden Fahrten nutzen wir das Bildmaterial nur, um Google Maps zu verbessern und haben keine Pläne, dieses zu veröffentlichen.“ Die Streetview-Autos seien seit dem 1. Dezember 2014 in Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf, Dortmund, Essen, Bremen, Leipzig, Dresden, Hannover, Nürnberg, Duisburg, Bochum, Wuppertal und Bielefeld im Einsatz. „Im Anschluss werden wir die Fahrten in 2015 auch auf andere Regionen Deutschlands ausweiten“, teilte Google schriftlich mit.

Was ist „Google Streetview“?

„Streetview“ ist ein Bilderdienst und eine Zusatzoption für die kostenlosen Google-Karten („Google Maps“) im Internet: An den Straßenzügen, die die Kamera-Autos abgefahren sind, kann der Nutzer die 2D-Karten-Sicht auf eine „Ich-Perspektive“ von der Straße aus umschalten – zum Beispiel, um sich schon mal einen optischen Eindruck von dem Haus zu verschaffen, das er am nächsten Tag besuchen will. Inzwischen sind diese interaktiven Panorama-Foto indes schon wieder veraltet. Wer zum Beispiel die Leipziger Straße in Dresden per Streetview aufruft, sieht sie immer noch als aufgebaggerte Kraterpiste, obwohl die Bauarbeiten dort seit fünf Jahren beendet sind. Autor: Heiko Weckbrodt

1 Kommentare

  1. Sammy Zimmermanns sagt

    Es ist echt schade, dass die Streetviewbilder nicht aktualisiert werden. Ich habe diese Datenschutzdebatte nie verstanden, etwas öffentlicheres als eine Hausfassade gibt es doch nicht an einem Grundstück. Gerade die verpixelten Bilder im Streetview sind jetzt für Diebe besonders interessant, wenn das Viertel in der Stadt stimmt.

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