Alle Artikel mit dem Schlagwort: Solarindustrie

China plant neue Solarkraftwerke für 25 Gigawatt

Regierung dringt zugleich auf Konsolidierung der eigenen Industrie Peking, 18. August 2013: Bis zum Jahr 2015 sollen sich die Kapazitäten der chinesischen Solarkraftwerke mehr als verdreifachen. Das hat der chinesische Staatsrat laut einem Bericht des Halbleiterverbands „SEMI“ beschlossen. Demnach soll sich die installierte Gesamtleistung in den kommenden zweieinhalb Jahren um 25 auf dann bis zu 35 Gigawatt erhöhen. Zugleich dringt die zentrale Wirtschaftsführung auf eine Konsolidierung der eigenen Photovoltaik-Industrie und will insbesondere veraltete Zulieferer von Polysilizium dicht machen.

Bosch macht Solarsparte dicht

Stuttgart/Arnstadt, 22. März 2013: Der Technologiekonzern Bosch schließt seine Solarsparte. Damit zieht das Unternehmen die Konsequenzen vor allem aus dem Preisdruck der chinesischen Konkurrenz: „Trotz umfangreicher Maßnahmen zur Senkung der Herstellkosten im vergangenen Jahr konnten wir den Preisverfall von bis zu 40 Prozent nicht kompensieren“, erklärte Stefan Hartung, Aufsichtsratsvorsitzender der Bosch Solar Energy AG am Freitag. Bosch habe an der Photovoltaik im vergangenen Jahr rund eine Milliarde Euro Verlust gemacht.

Nach-Automatisierung soll Europas Hightech-Industrie gegen Asien-Konkurrenz wappnen

Dresden, 24./25. Januar 2013. Eine nachträgliche Automatisierung älterer Chip- und Solarfabriken kann den europäische Hochtechnologie-Industrien helfen, im immer härteren internationalen Wettbewerb insbesondere gegen die Konkurrenz aus Asien zu bestehen. Dieses Fazit haben mehrere Teilnehmer des „10. Innovationsforum for Automation“ in Dresden gezogen. „Europa ist stark in der Hochtechnologie – wir verfügen über das Technologiewissen, gerade in der Halbleiter- und der Solarindustrie“, betonte beispielsweise Steffen Pollack, Geschäftsführer der Dresdner Automatisierungsfirma „HAP“, die zu den Ausrichtern der Tagung gehört. „Die Produktion wandert jedoch zusehends ab. Um diesem Trend zu begegnen denken, immer mehr europäische Produzenten um: Sie automatisieren ihre Fertigungslinien.“

Chinas „böse“ Solarindustrie hilft Deutschland bei Energiewende

AE Photonics: Viele deutsche Solarfirmen haben Schritt von Manufaktur zu Fabrik einfach verschlafen Dresden, 30.3.2012: Während deutsche Solarzellen-Hersteller auf die subventionierte Konkurrenz in Asien schimpft, Solarworld gar eine Anti-Dumping-Klage in den USA anstrengt, warnen andere Photovoltaik-Unternehmen – die am anderen Ende der Wertschöpfungskette agieren – vor anti-chinesischer Hysterie: Letztlich helfen die Chinesen, die viel beschworene Energiewende hin zu erneuerbaren Stromquellen überhaupt bezahlbar zu machen, meint Mike Renner, Manager bei der Dresdner Firma „AE Photonics“ (AEP).

Kritisches Jahr für Europas Solarindustrie: Kapazitäten doppelt so hoch wie Nachfrage

San Jose, 16.3.2012: Angesichts massiver weltweiter Überkapazitäten und eher sinkender Nachfrage für Solarmodule wird 2012 ein sehr kritisches Jahr für die europäische Photovoltaik-Industrie sein: „Die Produktionskapazitäten sind doppelt so hoch wie die Nachfrage“, erklärte Henning Wicht, Photovoltaik-Chefanalyst beim Marktforschungsunternehmen IHS iSuppli. Er rechne damit, dass in diesem Jahr weltweit Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von „nur“ 16 bis 20 Gigawatt installiert werden und damit etwas weniger als im Vorjahr – bei weiter steigenden Produktionskapazitäten.

Weitere Demo der Solarwerker gegen Kürzungspläne in Berlin

Freiberg/Berlin, 1.3.2012: Erneut wollen mehrere Tausend Mitarbeiter aus der deutschen Solarbranche – darunter rund 600 von Solarworld Freiberg – gegen die Kürzungspläne der Bundesregierung protestieren. Wie Solarworld ankündigte, ist am Montag eine Demo vor dem Brandenburger Tor in Sichtweite zum Reichstag vorgesehen. Die Solarwerker werden am Montagmorgen mit Bussen von Dresden und Freiberg aus starten.

Solarbranche schwächelt: Roth & Rau in tiefroten Zahlen

Hohenstein-Erntthal, 7.11.2011: Der Abwärtstrend beim sächsischen Solaranlagen-Produzenten “Roth & Rau” in Hohenstein-Ernstthal setzt sich fort: Auch nach der Übernahme durch die Schweizer “Meyer Burger”-Gruppe ist der Umsatz weiter eingebrochen, das Unternehmen schreibt nun tiefrote Zahlen. Schuld sei “die erhebliche Verschlechterung des Marktumfeldes für Solarenergie”, hieß es vom Unternehmen. Man habe deshalb in der Produktion Kurzarbeit eingeführt.

Solaranlagen-Firma Roth & Rau im Minus

Hohenstein-Ernstthal, 16.8.2011: Der angeschlagene sächsische Solaranlagen-Hersteller Roth & Rau meldet Umsatzrückgänge und Verluste: Im ersten Halbjahr 2011 sank der Umsatz um knapp 22 Prozent auf 92,8 Millionen Euro, der Verlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei 24,4 Millionen Euro. Das in Hohenstein-Ernstthal ansässige Unternehmen machte dafür die Schwäche des Solaranlagenmarktes, Kinderkrankheiten seiner neuen “SINA 2”-Anlagen und bilanztechnische Gründe verantwortlich. Nach einem steilen Aufstieg in den vergangenen Jahren war der Anbieter von Produktionsanlagen für (vor allem monokristalline) Solarzellen zuletzt ziemlich ins Straucheln geraten. Das Unternehmen hatte hoch gepokert, wollte zum Komplettausrüster von Solarfabriken werden – und war damit gescheitert. Dieses sogenannte “Turnkey”-Geschäftsfeld belastet bis heute die Ergebnisse, Personal wurde abgebaut und inzwischen  befindet sich Roth & Rau im Übernahmeprozess durch die Schweizer “Meyer Burger Technology AG”. hw Weitere Infos hier

Solarfabriken stornieren Investitionen: Roth & Rau erwartet Verluste

Hohenstein-Ernstthal, 21.7.11: Wohl ein weiteres Indiz für das Ende des Solarbooms: Weil viele Photovoltaik-Modulhersteller wegen sinkender Nachfrage ihre Ausbaupläne einfrieren, hat der sächsische Solarfabrik-Ausrüster Roth & Rau in Hohenstein-Ernstthal eine Verlustwarnung ausgeben: Statt des erwarteten Gewinns gehe man nun von einem “geringerem Konzernumsatz und einem deutlich negativen EBIT” aus, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend mit. Zwar seien “im zweiten Quartal 2011 neue Aufträge mit einem Volumen von rund 29 Millionen Euro eingegangen, dem standen jedoch Stornierungen in Höhe von 17 Millionen Euro gegenüber”, hieß es weiter. Roth & Rau war bereits im vergangenen Jahr mit knapp 26 Millionen Euro in die roten Zahlen gerutscht, hatte jedoch nach einem Restrukturierungsprogramm, das unter anderem Entlassungen und das Ende für besonders ehrgeizige Geschäftsfelder vorsah, eine Rückkehr in die Gewinnzone in diesem Jahr erwartet. Das Unternehmen wird derzeit vom Schweizer Solarzulieferer Meyer Burger übernommen. Ein Hintergrund der schwierigen Situation deutscher Ausrüster: Der Weltmarktanteil deutscher Solarfabriken ist in den fünf vergangenen Jahren drastisch gesunken, von 50 auf 21 Prozent. Dafür stieg der Anteil Chinas – das deutlich billiger anbietet – …