Alle Artikel mit dem Schlagwort: Musik

Generation Smartphone geht ohne Kopfhörer kaum aus dem Haus

Berlin, 4. November 2013: Weil vor allem jüngere Deutsche ihre Computertelefone (Smartphones) gern und oft als MP3-Musikabspieler nutzen, andererseits Headsets auch gern für Siri und andere Sprachsteuerungen einsetzen, erfährt der Kopfhöhrer eine Renaissance durch das Smartphone: Während der frühere Haupt-Einsatzort „Stereo-Anlage“ zunehmend in den Hintergrund rückt, setzen 93 Prozent der jüngeren Smartphone-Besitzer regelmäßig Kopfhörer auf, wenn sie unterwegs sind – sei es zu Fuß oder per Bus und Bahn. Das hat eine Aris-Umfrage unter 1008 Deutschen ergeben. „Insbesondere die Generation Smartphone verlässt nur selten ohne Kopfhörer das Haus“, schätzte Audio-Experte Timm Hoffmann vom „Bitkom“-Verband ein, der die Umfrage angefordert hatte.

Wie aus der Nautilus: Steampunk-Maschinist Peter Till macht Musik mit Druckluft

Dresdner Werkzeugmacher wurde pneumatischer Künstler Dresden, 9. November 2013: Peter Till wohnt in Dresden-Striesen, hat einst Werkzeugmacher gelernt und ist heute „Musikmaschinist“. Am Sonntag heizt der 54-Jährige mit seinem selbstgebastelten „Universal Druckluft Orchester“ den Besuchern des Turmfestes in den Technischen Sammlungen Dresden ein. Oiger-Autor Heiko Weckbrodt hat ihn vorher ausgefragt. Was können wir von Ihnen zum Turmfest erwarten? Peter Till: Ich werde Musik machen, das Turmfestquiz dirigieren und mit der Flex meine Instrumente reparieren. Ich bin der Master of Desaster.

Bitkom: Musik-TV wandert ins Internet

Berlin, 23. Oktober 2013: Während die klassischen Musik-Fernsehsender der 1980er und 90er Jahre wie MTV und Viva fast nur noch Seifenopern, Trickfilme und „Reality Shows“ zeigen, spielt sich das Geschäft mit den Videoclips inzwischen größtenteils im Netz ab: 85 Prozent der 14- bis 29-Jährigen in Deutschland schauen sich zumindest gelegentlich Musik-Clips auf Youtube, Vimeo, QTom oder anderen Internetplattformen an. Unter den Internetnutzern aller Altersgruppen ist es immerhin mehr als jeder Zweite. Das hat eine „Aris“-Umfrage im Auftrag des deutschen Hightech-Verbandes „Bitkom“ ermittelt.

Android-App „Music Maker Jam“ weckt den Hiphopper in Dir

Spielerisch auf dem Tablet zum mehr oder minder eigenen Song Wer musische Impulse in sich verspürt oder einfach nur eine GEMA-freie Hintergrundmusik für sein neuestes Youtube-Video braucht, kann sich an der neuen App „Music Maker Jam“ auf Android-Tablettrechnern probieren: Das Mini-Programm des deutschen Unternehmens „Magix“ ist in der Grundversion kostenlos und ermöglicht es auch musikalisch ungeschulten Nutzern, mit ein paar Fingertipsern und etwas Schüttelei eigene Lieder mit oder ohne Gesang aufzunehmen.

Hamburger Professor will Dresdner Managern mit Musik beibringen, virtuos zu führen

Dresden/Hamburg, 26. August 2013: Anstatt in schier endlosen Manager-Kursen abzuhängen oder klugmeierischen Unternehmensberatern viel Geld in den Rachen zu schieben, sollen Dresdner Firmenchefs durch Musik lernen, Misstöne in der Unternehmenskultur zu erkennen und ihren Betrieb weise zu führen. Ausgedacht hat sich dieses unorthodoxe Konzept der Betriebswirt, Psychologe und Musiker Jens U. Sievertsen. In seiner Heimat Hamburg hat der 68-jährige Professor der Wirtschaftswissenschaften solche musischen Managerkurse nach eigenen Angaben bereits erfolgreich durchexerziert. Nun sind die Dresdner Unternehmensführer dran.

Jeder Vierte bezahlt für Musik-Downloads

Berlin, 1. Mai 2013: Waren MP3-Musikdateien früher der Inbegriff für Piraterie im Internet, hat sich dieses Bild in Deutschland inzwischen etwas gewandelt: Laut einer Forsa-Umfrage unter 1003 Internetnutzern bezahlt ein Viertel aller Bundesbürger wenigstens gelegentlich für Musikstücke, die er oder sie aus dem Netz herunterlädt. Unter den Männern trifft dies sogar auf jeden Dritten zu, unter den Frauen hingegen nur auf jede Fünfte.

Dresdner Sinfoniker: Lass uns das letzte Konzert der Welt spielen

Am 21. Dezember 2012 endet der dreizehnte Kalenderzyklus der Maya. Für einige Esoteriker folgt darauf der Weltuntergang. Für andere Menschen bricht lediglich eine neue Periode in der Zeitrechnung der Maya an. Gemeinsam mit einer Maya-Sängerin, die sich in Mexiko befindet, wollen die Dresdner Sinfoniker den Neuanfang begrüßen. Das mitternächtliche Konzert findet in der Sächsischen Landesbibliothek direkt unter der Vitrine mit dem ältesten und am besten erhaltenen Buch der Maya, dem Codex Dresdensis, statt. Aufgeführt werden zeitgenössische, zum Teil eigens für den Abend komponierte, Stücke mexikanischer Komponisten. Einer der renommiertesten Dirigenten Mexikos, José Areán, wird das Orchester leiten. Einzigartig ist die Einbindung einer Sängerin, die Tausende von Kilometern und einen Ozean entfernt von den Musikern, singen wird. Die Berliner Schriftstellerin Maike Wetzel befragte dazu Markus Rindt, den Intendanten der Dresdner Sinfoniker.

Nach BGH-Urteil: Kanzlei entwirft „kindgerechte“ Anti-Piraten-Belehrung

Köln, 16. November 2012: Die Anwaltskanzlei „Wilde Beuger Solmecke“ hat angekündigt, ein „kindgerechtes“ Belehrungsformular für angehende Software-Piraten zu entwerfen, das Eltern künftig helfen könnte, Urheberrechts-Klagen von Abmahn-Anwälten der Musik-, Film- und Softwareindustrie abzuschmettern. Das kündigte der auf Internetrecht spezialisierte Kölner Anwalt Christian Solmecke an. Hintergrund: Seine Kanzlei hatte gestern ein Präzendens-Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH, Urteil vom 15.11.2012 – I ZR 74/12) erwirkt, laut dem Eltern für illegale Internetaktivitäten ihrer Kinder nicht zwingend haften, wenn sie diese ausreichend über die Schändlichkeit von Urheberrechtsverletzungen belehrt haben.

Jeder Zweite kann auf Musik-CD-verzichten

Berlin, 26. August 2012: Die CD, die drei Jahrzehnte lang den Musikmarkt beherrscht hat, ist auf dem Rückzug: Etwa jeder zweite Deutsche würde der Musik-CD nicht mehr nachtrauern, wenn sie aus den Regalen verschwinden würde. Das hat eine “Goldmedia”-Umfrage unter 2000 Internet-Nutzern ergeben. Der Hightech-Branchenverband “Bitkom“, der die Befragung in Auftrag gegeben hatte, führt das Ergebnis vor allem auf den Boom der Streaming-Musikportale im Netz zurück. „Das Streaming wird den Musikmarkt ebenso revolutionieren, wie es vor 30 Jahren die CD getan hat”, ist Michael Schidlack vom “Bitkom” überzeugt. hw