Alle Artikel mit dem Schlagwort: Gangster

DVD „High Life“: Groteske Gangster und ein ausgetickter Cowboy

Eigentlich ein sauberer Plan, den sich der schlaue Dick (Timothy Olyphant) da ausgedacht hat: Durch eine Kette bloßer Tricksereien eine Bank ausrauben, ohne dass ein Tropfen Blut fließt und am Ende hat man ein paar Milliönchen in der Tasche – genug, um „ein bisschen Selbstachtung“ zurückzugewinnen, exzessiven Drogenkonsum fortan selbst finanzieren zu können, ohne noch mal schnorren zu müssen. Doch am viel geprobten Tag X geht dann alles schief, was schief gehen kann: Der irre Bug hat ein paar Knarren mitgebracht, der schöne Donnie flirtet mit den Bankdamen und der zerstreute Billy muss ständig aufs Klo. Am Ende läuft ein Möchtegern-Cowboy Amok und hinterlässt eine Spur von Toten. „High Life“ wandelt sichtlich auf den Spuren von Guy Ritchies Gangstergrotesken „Bube, Dame, König, Gras“ oder „Snatch“, setzt aber auch eigene, fast surreale Akzente (Was macht das Pferd im Wohnzimmer?). Er habe eben schon immer mal ein Heist-Movie (Banküberfall-Film) drehen wollen, erklärt Regisseur Gary Yates in der Bonussektion der nun erschienenen DVD. Gefolgt ist er dabei übrigens auch einem anderen Ritchie-Trend (man denke nur an „Rock N …

DVD „22 Bullets“; Mafiarentner räumt auf

Abb. Sony Einst war Charly Matteï (Jean Reno) ein gefürchteter Pate der Marseiller Unterwelt. Doch längst hat er sich aus dem „Geschäft“ zurückgezogen, um sein Leben ganz der leiblichen Familie zu widmen. Bis er eines Tages in einer Tiefgarage von einem vermummten Überfallkommando mit Kugeln durchsiebt wird – 22 Projektile holen die Chirurgen aus dem Mafiarenter heraus und der überlebt das. Als auch noch seine Kinder und Freunde bedroht werden, greift Matteï wieder zur Knarre, und schaltet in einem blutigen Ein-Mann-Feldzug die Maskenmänner aus, bis er deren Auftraggeber vor dem Rohr hat… Der Plot ist nicht neu und doch unterscheidet sich „L‘Immortel“ (Der Unsterbliche, engl. Titel: „22 Bullets“) wohltuend von einschlägigen US-Pendants: Die Franzosen geben sich einfach mehr Mühe, selbst einen Actionfilm mit guten Schauspielern zu besetzen und eine innerlich stimmige Geschichte zu erzählen. Dabei spart Regisseur Richard Berry keineswegs an Härte: Manche Szene ist so abwegig brutal, dass man gar nicht hinsehen will – aber eben um der Story, nicht um der Effekte wegen. Zusätzlich enthält die DVD, die am 20. Mai in den …