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Verband warnt vor Datenschutzlücke im mobilen Internet

Berlin, 7.2.2012: Immer mehr Deutsche nutzen das Internet per Computertelefon (Smartphone), Notebook oder Tablettrechner mobil – doch Datenschutz und -sicherheit kommen dabei meist zu kurz. So lesen 30 Prozent der Nutzer netzgestützter Dienste nie die dazu gehörige Datenschutzerklärung, weitere 49 Prozent nur selten. Der Hightech-Verband „Bitkom“ und Verbraucherschutz-Ministerin Ilse Aigner (CSU) haben nun auf dem „Safer Internet“-Tag in Berlin vor einer sich Datenschutzlücke gewarnt.

„Es ist praktisch, unterwegs im Internet surfen und überall E-Mails abrufen zu können – aber auch auf Smartphones und Tablet-PCs darf der Schutz persönlicher Daten nicht zu kurz kommen“, erklärte Aigner. „Ich sehe hier eine der wichtigsten Herausforderungen für die Zukunft.“ Sie forderte unter anderem datenschutzfreundliche Werkseinstellungen für Smartphones.

Das Thema gewinnt unter anderem an Brisanz, da immer mehr mobile Internetnutzer Daten im Internet speichern oder veröffentlichen. Mittlerweile nutzen laut einer „Bitkom“-Umfrage rund 80 Prozent von ihnen solche „Cloud“-Lösungen, bei denen man auf den sicheren Schutz seiner Daten durch den Anbieter vertrauen muss. Beispiele für solche Endkonsumenten-Cloud-Dienste sind zum Beispiel die Picasa-Online-Bilderalben oder die iCloud-Datensicherungen von iPhones und iPads. hw

 

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

Heiko Weckbrodt hat Geschichte studiert, arbeitet jetzt in Dresden als Wirtschafts- und Wissenschaftsjournalist und ist Chefredakteur und Admin des Nachrichtenportals Oiger. Er ist auch auf Facebook, Twitter und Google+ zu finden.

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