Neuer Chef für Jenoptik

Dominic Dorfner übernimmt im Herbst die Führung im thüringischen Photonik-Konzern
Jena, 24. März 2026. Der Physiker und Leistungselektronik-Manager Dominic Dorfner wird neuer Chef von Jenoptik. Das hat das thüringische Technologie-Unternehmen heute mitgeteilt. Dorfner tritt im Oktober 2026 die Nachfolge von Stefan Traeger an, der Jenoptik recht abrupt zum 15. Februar 2026 verlassen hatte.
Ex-Unternehmensberater soll Jenoptik auf Wachstumspfad zurückbringen
Der Jenoptik-Aufsichtsrat hofft, dass der neue Chef dem Photonikkonzern aus Jena mehr Aufträge und bessere Geschäftsergebnisse liefert, als es Traeger zuletzt vermochte: „Mit Dr. Dominic Dorfner gewinnen wir einen international erfahrenen CEO mit ausgeprägter technologischer Expertise und starker Leadership“, erklärt die Jenoptik-Aufsichtsratsvorsitzende Daniela Mattheus in schönstem Denglisch. „Er steht für strategische Klarheit und konsequente Umsetzung und hat wiederholt bewiesen, dass er Technologie nachhaltig in Wachstum und Marktposition übersetzt.“ Die Umsätze des Unternehmens waren zuletzt gesunken – was aber angesichts der deutschen Wirtschaftskrise und der Trumpschen Wirtschaftskriege wenig verwunderte.
Physiker leitet derzeit noch den Leistungselektronik-Hersteller Semikron Danfoss
Dominic Dorfner wurde 1980 geboren, studierte Physik mit den Schwerpunkten Halbleiter und Bio-Nanotechnologie an der Technischen Universität München und an der Uni Illinois. Er promovierte über photonische Biosensorik. Danach war er unter anderem in der Unternehmensberatung „Roland Berger“ tätig. Derzeit ist er noch Chef des Nürnberger Leistungselektronik-Unternehmens „Semikron Danfoss“.

Mikrooptiken-Fab in Dresden noch unter Traeger-Regie fertiggestellt
Jenoptik war nach dem Mauerfall aus dem DDR-Kombinat Carl Zeiss heraus entstanden. Das Unternehmen stellt unter anderem optische Messtechnik für Chipfabriken, Kameras, Laser, Lidar-Sensoren für Autos, aber auch mobile „Blitzer“ für Tempokontrollen im Straßenverkehr her. Als größte Einzelinvestition seiner Nachwende-Geschichte stellt Jenoptik kürzlich eine neue Mikrooptik-Fabrik in Dresden fertig – damals noch unter Traeger-Regie.
Autor: Heiko Weckbrodt
Quellen: Jenoptik, Oiger-Archiv, Wikipedia

Ihre Unterstützung für Oiger.de!
Ohne hinreichende Finanzierung ist unabhängiger Journalismus nach professionellen Maßstäben nicht dauerhaft möglich. Bitte unterstützen Sie daher unsere Arbeit! Wenn Sie helfen wollen, Oiger.de aufrecht zu erhalten, senden Sie Ihren Beitrag mit dem Betreff „freiwilliges Honorar“ via Paypal an:
Vielen Dank!

