Sachsen gegen Subventionskürzungen in Chipindustrie

Stellt Umschichtung von Chip-Milliarden in Straßenbau die Ausbaupläne im Freistaat in Frage?
Dresden, 13. Oktober 2025. Die Kürzungspläne der Bundes-Koalition für die Mikroelektronik-Subventionen sind in Sachsen auf Kritik gestoßen. „Zusätzliche Anstrengungen im Bereich der Infrastruktur dürfen nicht zulasten von Investitionen in Zukunftstechnologien gehen, auf die wir dringend angewiesen sind“, fordert der sächsische Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD).
Wir dürfen Investitionen in Infrastruktur nicht gegen Zukunftstechnologien ausspielen!
Wirtschaftsminister Dirk Panter
Hintergrund: Weil der Sanierungsstau auf Deutschlands Straßen trotz Milliardenschulden nicht schwindet, will die CDU-SPD-Bundesregierung drei Milliarden Euro aus den Halbleiter-Fördertöpfen in den Straßenbau umschichten. Nachdem Intel und Wolfspeed ihre Fabrikbaupläne in Deutschland beerdigt hatten, schien der Bedarf an Ansiedlungsmilliarden auch zunächst zu sinken. Gerade in Mitteldeutschland aber sind neue Auf- und Ausbauprojekte von Globalfoundries, FMC, taiwanesischen Chipfabrik-Zulieferern und anderen Akteuren geplant, die teilweise von Chipgesetz-Beihilfen essenziell abhängen.
Aktuellen „Drive“ nicht ausbremsen
„Ausgerechnet bei der Mikroelektronik zu sparen, ist keine gute Idee“, warnt nun Panter. „Mikrochips sind im digitalen Zeitalter essenziell für Wohlstand und Sicherheit. Die Bundesregierung sollte zudem bedenken, dass die wenigen positiven Entscheidungen für große Investitionen von Unternehmen in Deutschland in den vergangenen zwei Jahren zuvorderst aus der Halbleiterindustrie kamen. Diesen ,Drive‘ darf man nicht ausbremsen.“
Autor: Heiko Weckbrodt
Quellen: SMWA, Oiger-Archiv, Handelsblatt

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