Prognose: Ab 2026 leichter Aufschwung – aber ohne Reformen wird’s nur ein Strohfeuer
Berlin, 25. September 2025. Die deutsche Wirtschaft wird in diesem Jahr um 0,2 Prozent wachsen, also nahezu verharren. Das haben die führenden Wirtschaftsforschungs-Institute in ihrer neuen Gemeinschaftsprognose vorhergesagt. „In den beiden kommenden Jahren dürfte eine expansive Finanzpolitik den Anstieg der Wirtschaftsleistung dann spürbar auf 1,3 beziehungsweise 1,4 Prozent beschleunigen“, heißt es in der Zusammenfassung.
„Die deutsche Wirtschaft steht nach wie vor auf wackeligen Beinen“, warnt allerdings Prognose-Chefin Dr. Geraldine Dany-Knedlik vom „Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung“ (DIW) in Berlin. „In den beiden kommenden Jahren erholt sie sich zwar spürbar. Angesichts anhaltender struktureller Schwächen wird diese Dynamik allerdings nicht von Dauer sein.“
Denn der leichte Aufschwung ab 2026 stützt sich vor allem auf massive Verschuldung, ändert aber nichts daran, dass die Energie- und Lohnstückkosten im internationalen Vergleich zu hoch sind, zudem bremsen Fachkräftemangel und eine weiter abnehmende Wettbewerbsfähigkeit die langfristigen Wachstumsaussichten.
Autor: hw
Quellen: DIW, Ifo, IWH

Ihre Unterstützung für Oiger.de!
Ohne hinreichende Finanzierung ist unabhängiger Journalismus nach professionellen Maßstäben nicht dauerhaft möglich. Bitte unterstützen Sie daher unsere Arbeit! Wenn Sie helfen wollen, Oiger.de aufrecht zu erhalten, senden Sie Ihren Beitrag mit dem Betreff „freiwilliges Honorar“ via Paypal an:
Vielen Dank!

