Fraunhofer Dresden entwickelt Designfolien für Solarmodule

Überkleb-Folie in Metalloptik soll Bauherren bewegen, Fassaden mit Sonnenstrom-Erntern zu pflastern
Dresden, 30. August 2025. Damit mehr Bauherren mit ihren Hausfassaden Sonnenstrom ernten, hat das Fraunhofer-Elektronenstrahlinstitut FEP aus Dresden eine neue Dekorfolie für Solarmodule entwickelt. Das geht aus einer FEP-Mitteilung hervor.
Ästhetik und Statik sprechen oft noch gegen Photovoltaik an Fassaden
Die Idee dahinter: Statt nur Dächer mit Solaranlagen zu decken, sollen künftig verstärkt auch Fassaden mit Photovoltaik-Modulen (PV) gepflastert werden. Das scheitert aber bisher oft noch an statischen und ästhetischen Bedenken. Zumindest das Optik-Gegenargument ließe sich ausräumen, wenn sich Solarmodule durch Folien so verändern lassen, dass sie sich nicht von der restlichen Fassaden mehr abheben.
Mit Nanotech aufgeraut
Daher haben die Fraunhofer-Ingenieure gemeinsam mit Partnern wie dem Institut für Solarenergieforschung Hameln (ISFH) im Projekt „Design-PV“ derartige Folien entwickelt. Sie haben sie auf der einen Seite mit einer Metalloptik versehen und auf der anderen Seite mit Nanotechnologie so aufgeraut, dass sie lange an den Modulen haften bleibt.
Recht hohe Ausbeute trotz Folie
„Tests unseres Projektpartners ISFH zeigen, dass die PV-Module mit Dekoren optisch kaum von herkömmlichen Fassadenelementen zu unterscheiden sind und – abhängig vom Dekor – eine Leistung von bis zu 80 Prozent der nicht abgedeckten Vergleichs-Module erreichen“, betont FEP-Projektleiter Dr. Steffen Günther. Dies sei ein bedeutender Fortschritt, da ästhetische Aspekte oft als Hindernis für die Akzeptanz von Energiesammlern an Hauswänden angesehen werden.
Weitere Farben in Planung
In der nächsten Phase sollen nun weitere Dekore und Farben entstehen. Neben dem FEP Dresden und dem ISFH beteiligen sich am Projekt außerdem die Surteco GmbH, Flachglas Sachsen, die Ronge GmbH und die Tomasic Engineering GmbH. Das Konzept dahinter nennt Fraunhofer „Building-integrated photovoltaics“ (BIPV), deutsch: gebäude-integrierte Photovoltaik.
Autor: hw
Quelle: Fraunhofer FEP

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