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Jeder Deutsche zahlt 159 Euro Briefporto pro Jahr

Jeder Deutsche gibt im Schnitt 159 Euro jährlich für Briefporto aus, hat CAYA ermittelt. Foto (bearbeitet): Heiko WeckbrodtJeder Deutsche gibt im Schnitt 159 Euro jährlich für Briefporto aus, hat CAYA ermittelt. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt
Jeder Deutsche gibt im Schnitt 159 Euro jährlich für Briefporto aus, hat CAYA ermittelt. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Berlin, 25. November 2017. Von wegen, der analoge Brief ist tot: Statistisch gesehen, zahlte jeder Bundesbürger im vergangenen Jahr im Schnitt 159 Euro für Briefporto. Damit liegt Deutschland etwa über dem Durchschnitt in Europa und den USA (144 Euro). Das hat das Digitalpost-Unternehmen Caya aus Berlin ermittelt.

Schweizer senden die meisten Briefe

Demnach geben die Schweizer im internationalen Vergleich von 20 Industrieländern das meiste Geld für Briefe aus: Jeder Eidgenosse versendet jährlich rund 269 Briefe und gibt dafür umgerechnet 248 Euro aus. In dieser Rechnung ist freilich nicht berücksichtigt, dass die Behörden- und Unternehmenspost die Zahlen nach oben treibt. Außerdem sind – auf jeden Fall für Deutschland – die niedrigeren Porto-Preise alternativer Post-Dienstleister nicht berücksichtigt.

Volkswirtschaftlich gesehen verschiebt sich das Bild etwas: „In den USA wurden im Jahr 2016 weltweit mit Abstand die meisten Briefe verschickt: über 142 Milliarden an der Zahl“, teilte Caya mit. „Mit Portokosten in Höhe von 58,26 Milliarden Euro belegen die Staaten somit unangefochten den ersten Platz im internationalen Vergleich. Die zweithöchsten Ausgaben für Briefpost werden in Deutschland getätigt. Im vergangenen Jahr wurden in der Bundesrepublik für rund 19 Milliarden Schriftstücke ca. 13,04 Milliarden Euro an Portokosten bezahlt.

Porto für Dänen und Italiener am teuersten

Und auch wenn die Deutschen gern und oft über die Porto-Erhöhungen der Post schimpfen: Mit 70 Cent für einen Standardbrief liegen sie sogar noch unter dem Durchschnitt (74 Cent) aller untersuchten Länder. Und im vergleich zu Dänemark und Italien nimmt sich das deutsche Porto fast geschenkt aus: Dort sind 3,63 Euro beziehungsweise 2,80 Euro pro Brief fällig.

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger

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