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Chinas Geld wird internationale Reserve-Währung

Chinesische Banknote püber 50 Renminbi Yuan. Repro: Wikipedia, CC4-Lizenz
Chinesische Banknote püber 50 Renminbi Yuan. Repro: Wikipedia, CC4-Lizenz

Peking/London/Washington, 27. September 2016. Der Internationale Währungsfonds (IWF) wird den chinesischen „Renminbi Yuan“ am 1. Oktober 2016 zur offiziellen Reserve-Währung erheben. Chinas Währung steht dann auf einer Stufe mit Dollar, Euro, Yen und Pfund. Darauf hat das englische Finanzunternehmen Ebury hingewiesen. Langfristig werde sich der Renminbi dadurch wohl stabilisieren.

Wirtschaftskraft seit 2001 verzehnfacht

Der IWF zieht damit die Konsequenz aus dem anhaltenden Wirtschaftsboom im Reich der Mitte: Offiziell gilt China noch als Schwellenland, ist tatsächlich jedoch längst die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Vor allem seit dem Beitritt zur Welthandelsorganisation (WTO) 2001 hat sich die chinesische Wirtschaft rasant entwickelt, hieß es von den englischen Finanzanalysten. Seitdem habe sich das chinesische Bruttoinlandsprodukt (BIP)) auf 11,38 Billionen Dollar (Schätzung 2016) verzehnfacht (2001: 1,12 Billionen Dollar).

Billiger Renminbi beflügelte Chinas Exporte

„Ein günstigerer Renminbi mag sich positiv auf den Export auswirken, jedoch hat China kein Interesse an einer weiteren Abwertung“, betonte Ebury-Marktanalyst Matthew Ryan. „Chinas Ziel ist es, den Renminbi international als Wertanlage zu etablieren. Chinas Aufnahme in den IWF-Währungskorb ist ein signifikanter Schritt in diese Richtung, jedoch denken wir, dass es sich dabei kurzfristig eher um ein symbolisches Ereignis handelt. Die sachte Bewegung hin zu einem offeneren Markt und einem frei schwankenden Wechselkurs könnte jedoch die Volatilität des Renminbi langfristig erhöhen, da die Währung weniger von der People’s Bank of China beeinflusst und mehr den Marktkräften von Angebot und Nachfrage überlassen wird.”

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger

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