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Brücke mit 200 Sensoren in Bautzen

KI und Sensoren sollen verhindern, dass sich ein plötzlicher Brückeneinsturz wie hier die Carolabrücke in Dresden ohne Weiteres wiederholen kann. Foto: Heiko Weckbrodt
KI und Sensoren sollen verhindern, dass sich ein plötzlicher Brückeneinsturz wie hier die Carolabrücke in Dresden ohne Weiteres wiederholen kann. Foto: Heiko Weckbrodt

Uni-Forscher testen Lastgrenzen

Bautzen/Dresden, 19. März 2025. Um Brückeneinstürze wie jüngst in Dresden in Zukunft möglichst zu vermeiden, haben Bauexperten der TU Dresden heute eine Forschungsbrücke in Bautzen in Betrieb genommen. Die wollen sie mit 200 Sensoren spicken, sie starken Belastungen bis hin zum Bruch aussetzen und dann erforschen, was genau zum Einsturz führt und wie der sich perspektivisch vermeiden lässt. Dabei soll ein Digitaler Zwilling der kompletten Brücke entstehen. „Diese Forschungsplattform ist weltweit einmalig“, meinen die Experten um Prof. Steffen Marx vom federführenden Dresdner Institut für Massivbau.

„Durch den Einsatz modernster Sensortechnik und KI-gestützter Analyseverfahren können wir den Zustand der Brücken in Echtzeit überwachen“, sagte Bundesminister Volker Wissing (parteilos) zur Eröffnung. „So machen wir unsere Verkehrsinfrastruktur nicht nur sicherer, sondern ermöglichen eine effizientere und kostengünstigere Wartung. Das Projekt in Bautzen liefert wertvolle Erkenntnisse für die Modernisierung unserer Brücken und die Sanierung unserer gesamten Infrastruktur.“

„Mit dem Brückenzwilling legen wir den Startschuss für ein neues Zeitalter sächsischer Brücken, das deutschlandweit Impulse setzen kann“, meint die sächsische Infrastruktur-Ministerin Regina Kraushaar (CDU). „Es geht dabei um Innovationsgeist, Spitzenforschung, Zukunftsfähigkeit und – natürlich das Wichtigste – um mehr Sicherheit bei unseren Brückenbauwerken.“

Autor: hw

Quellen: TUD, SMIL

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger