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Apps und Sprachsteuerung halten 2012 Einzug LG-Fernsehern

Da freut sich das LG-Werbemädchen: Der Fernseher ist vollgestopft mit Apps. Ob der Endkonsument das auch so sieht, bleibt abzuwarten. Abb.: LG

Da freut sich das LG-Werbemädchen: Der Fernseher ist vollgestopft mit Apps. Ob der Endkonsument das auch so sieht, bleibt abzuwarten. Abb.: LG

Seoul, 29.12.2011: Die schwächelnde Fernseher-Industrie schielt kräftig in Richtung Apple: Apps wie auf dem iPad und eine Sprachsteuerung à la Siri wie beim iPhone 4S sollen den auf vielen Märkten eher stagnierenden Verkauf von TV-Geräten im kommenden Jahr ankurbeln.

So will der südkoreanische Elektronikhersteller „LG“ auf der Heimelektronik-Messe „Consumer Electronics Show“ (CES) in Las Vegas (10.-13. Januar 2012) seine neue Smart-TV-Serie vorstellen. Die soll über 1200 Mini-Anwendungsprogramme (Apps) und zumindest einfache Sprachbefehle bieten. Damit wollen die Südkoreaner offensichtlich dem Apple-TV zuvorkommen, der bereits seit Monaten durch die Branchen-Gerüchteküche geistert. Laut jüngsten Berichten plant Apple angeblich, im Herbst 2012 einen Fernseher mit einer Sprachsteuerung nach Siri-Art auf den Markt zu bringen. Ein Zugang zu Apples App-Store dürfte wohl auch vorgesehen sein. Dies wäre eine klare Kampfansage an die klassischen Heimelektronik-Hersteller und für Apple erneut eine Ausweitung der Geschäftsfelder.

Unter Smart-TVs versteht man die jüngste Generation von Flachbildschirm-Fernsehern mit integrierter Computertechnik und Anschluss ans Internet. Einige dieser Modelle sind bereits auf dem Markt. Die „Smart“-Funktionen selbst werden aber – jedenfalls in Deutschland – bislang von den Käufern kaum genutzt.

Laut dem deutschen Hightech-Branchen-Verband „Bitkom“ wurden in der Bundesrepublik bisher über vier Millionen internetfähige Fernseher verkauft, solch ein Gerät steht derzeit schon in jedem zehnten Haushalt. Laut einer Bitkom-Umfrage gehen aber nur etwa 13 Prozent der Smart-TV-Besitzer damit auch ins Netz. Dennoch rechnet der Verband noch mit dem großen Durchbruch der neuen Geräte. Heiko Weckbrodt

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