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“Der dunkle Schirm” – die psychodelische Verfilmung

Philip K. Dicks Romane gehören zu den deprimierendsten, aber auch besten Werken der amerikanischen Science-Fiction-Literatur: In ihren Dialogen erinnern sie an Bukowski, in ihrem Fokus auf das “dem System” ausgelieferten und seelisch verkrüppelten Individuum an Kafka. Und sie gehören erstaunlicherweise zu den (postum) meistverfilmten Sci-Fi-Büchern. “Erstaunlich”, da kaum eine Leinwand-Umsetzung bisher ohne tiefe Änderungen des Original-Plots auskam – man denke nur an Ridley Scotts ganz eigene Interpretation von “Träumen Andrioden von elektrischen Schafen?” als “Blade Runner”. Der Grund liegt auf der Hand: Dicks Stories spielen sich eher im Innern seiner Protagonisten ab. Dies gilt ganz besonders für “Der dunkle Schirm”, jene Geschichte um einen Drogenagenten namens “Fred”, der sich so vollkifft, dass er schließlich beginnt, sich selbst als einen Verdächtigen zu sehen, sich zu überwachen wie einen Fremden. Dies adäquat zu verfilmen, ohne Dicks Drogendrama auf die äußere Handlung zu reduzieren, ist schwierig. Richard Linklater hat sich 30 Jahre danach dennoch daran gewagt – und dies mit einer auch wieder freien und originellen Interpretation gemeistert. Um das Psychodelisch-Surreale der Vorlage zu spiegeln, setzte er das Rotoskopie-Verfahren …