Alle Artikel mit dem Schlagwort: Supercap

Forschen gemeinsam an Ultrakondensatoren: Prof. Dr. Ralf Rogler, Prof. Jörg Feller und Thomas Hucke (CTO Skeleton Technologies), Foto: HTW Dresden/Peter Sebb

Esten und Sachsen entwickeln schnelle Stromspeicher

Skeleton baut Fabrik in Großröhrsdorf und nistet sich derweil in HTW Dresden ein Dresden/Großröhrsdorf, 11. September 2018. Ultrakondensatoren (Ultracaps) sind Energiespeicher, die elektrischen Strom extrem schnell aufnehmen und abgeben können. In der Raumfahrt und beim Militär sind sie bereits vielerorts im Einsatz. In Zukunft könnten sie beispielsweise auch die Reichweite und Effizienz von Elektroautos oder Hybridbussen deutlich erhöhen – indem sie als schneller Zwischenspeicher Bremsenergie puffern, um sie dann wieder in die langsamere Batterie zurückzuführen. Die Firma Skeleton und die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden forschen derzeit gemeinsam an einer neuen, verbesserten Ultracap-Generation, die auf dem kohlenstoffbasiertem Hightech-Werkstoff „Graphen“ bestehen.

Die riesigen Kondensator-Banken im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf entladen sich schlagartig in spezielle Magnetspulen, um sehr hohe Felder zu erzeugen. Foto: HZDR, Oliver Killig

Häuser Supercap-Ziegeln als Stromspeicher

IDTechEx-Analysten rechnen dank neuer Technologien mit Marktdurchbruch für Superkondensatoren Cambridge, 10. Juli 2018. Neue Generationen von Superkondensatoren (Supercaps) könnten für einen Marktdurchbruch für diese Energiespeicher-Technologie sorgen und für Milliardenumsätze sorgen. Das hat das Marktforschungsunternehmen „IDTechEx“ aus Cambridge im Bericht „Supercapacitor Materials and Technology Roadmap 2019-2039“ eingeschätzt. Die jüngsten technologischen Entwicklungen in diesem Sektor könnten womöglich sogar in vielen Maschinen und Geräten die Batterien überflüssig machen.

Super-Energiespeicher aus Kohle

Hamburger Akademiepreis für Graphen-Forscher Xinliang Feng und Klaus Müllen aus Dresden und Mainz Dresden, 26. Juni 2017. Für ihre herausragenden Arbeiten an zweidimensionalen Kohlenstoff-Netzen – sogenannten „Graphenen“ – hat die Akademie der Wissenschaften in Hamburg nun zwei Forscher in Dresden und Mainz geehrt: Xinliang Feng vom Zukunftselektronikzentrum „cfaed“ der TU Dresden und Klaus Müllen vom Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz bekommen den „Hamburger Wissenschaftspreis 2017“. Mit 100 000 Euro Preisgeld ist er der höchstdotierte Preis einer deutschen Wissenschaftsakademie.

Die neuen "SkelCap 4500"-Ultrakondensatoren kommen durch den Einsatz von Graphen laut Unternehmen auf Rekordwerte bei Energiedichte und Kapazität. Foto: Skeleton

Mehr Energiedichte für Ultrakondensatoren

Skeleton baut Ultracap-Fabrik in Radeburg Tallin/Radeburg, 19. Juli 2015. Durch den Einsatz von Graphen hat die estnische Firma „Skeleton Technologies“ nun Ultrakondensatoren entwickelt, die deutlich mehr Kapazität und Energiedichte erreichen als herkömmliche Kondensatoren: Laut Skeleton kommen die neuen Stromspeicher auf 4500 Farad elektrische Kapazität und eine Energiedichte von zehn Megawattstunden je Kilogramm. Dies sei ein neue Rekord auf dem Markt, teilte das Unternehmen mit. Verwendet werden dafür spezielle, zweidimensional vernetzte Kohlenstoff-Moleküle.

Schaubild eines Lithium-Schwefel-Akkus, der die aus Notebooks bekannten Lithium-Ionen-Batterien beerben soll. Solche und andere Systeme sollten eigentlich im Energie-Forschungszentrum RESET weiterentwickelt werden. Abb.: Fraunhofer IWS Dresden

Hightech-Kohlenstoff für Energiespeicher aus Abfall

Neue Forschergruppe an TU Dresden will Chemie und Mechanik kombinieren Dresden, 6. Juli 2015. Aus Abfall Material für Hightech-Energiespeicher gewinnen, geht das? Dr. Lars Borchardt, der Leiter einer neuen „Mechanocarb“-Arbeitsgruppe an der TU Dresden macht sich da große Hoffnungen – und das Bundesforschungsministerium mit ihm: Mit knapp zwei Millionen Euro fördert Berlin in den nächsten fünf Jahren die Dresdner Idee, aus Abfallprodukten nanostrukturierte Kohlenstoff-Materialien auf möglichst ökologisch verträgliche Weise zu gewinnen.

Hermann Schenk. Foto: Skeleton

Früherer FCM-Chef Schenk baut Supercap-Fabrik in Radeburg auf

„Skeleton“ investiert 13,6 Millionen Euro in Sachsen Radeburg, 17. Februar 2015: Der ehemalige Chef des Freiberger Elektronik-Unternehmens FCM, Dr. Hermann Schenk, wird den Aufbau der Superkondensator-Fabrik von „Skeleton“ in Radeburg leiten. Das gab das estnische Unternehmen heute bekannt und ernannte den Physiker Schenk zum Chief Operating Officer (COO = operativer Geschäftsführer) der Firmengruppe.

Prof. Rigo Herold mit einer interaktiven Datenbrille mit OLED-Displays. Foto: Fraunhofer-Comedd

Zwickauer steuern Laster per Datenbrille

Superkondensator-Lkw wird zur “CeBit” von Roboterauto verfolgt Zwickau/Hannover, 8. März 2014: Rollen bald Lastkraftwagen über Deutschlands Straßen, auf deren Fahrerbock kein Mensch sitzt, sondern die wie US-amerikanische Kampfdrohnen aus einer Dispatcherzentrale ferngesteuert werden? Die Elektrotechniker der “Westsächsischen Hochschule Zwickau” wollen dieses Konzept jedenfalls ab Montag auf der Computermesse „CeBit“ (10.-14. März 2014) in Hannover vorführen: einen energie-effizienten Modell-Laster, der Ferne per Datenbrille gesteuert wird.

Schaubild eines Lithium-Schwefel-Akkus, der die aus Notebooks bekannten Lithium-Ionen-Batterien beerben soll. Solche und andere Systeme sollten eigentlich im Energie-Forschungszentrum RESET weiterentwickelt werden. Abb.: Fraunhofer IWS Dresden

Schwefel-Akkus und Supercaps: Woran Dresdner Energiespeicher-Forscher arbeiten

Dresden, 5. Februar 2014: Der rasante Ausbau der Ökoenergie-Erzeugung stellt die deutschen Stromnetze vor enorme Herausforderungen: Windkraftparks zum Beispiel stehen vor allem im Norden, die großen industriellen Stromverbraucher eher im Süden des Landes. Auch erzeugen Solarparks inzwischen bei Sonnenschein mehr Strom, als die Netze verkraften können. Solange letztere nicht ausgebaut werden, sind Zwischenspeicher gefragt. Und nicht zuletzt müssen auch für Elektroautos deutlich bessere Akkus her, da die meisten Modelle nur auf etwa 160 Kilometer Reichweite kommen – und eAutos damit de facto auf den Einsatz als Stadtmobile begrenzen. Hier nun im Kurzprofil ein paar Lösungsansätze, die an Dresdner Instituten und Firmen verfolgt werden:

Fraunhofer-Forscher bauen längsten Bus der Welt – Autotram-Premiere in Dresden

30-Meter-Hybride soll Lücke zwischen Stadtbus und Straßenbahn füllen In Dresden steht morgen eine Technologiepremiere an: Fraunhofer-Forscher und Projektpartner aus der Wirtschaft wollen der Öffentlichkeit den – nach eigenen Angaben – mit über 30 Metern längsten Bus der Welt vorstellen. Mit ihrer großen Passagierkapazität von bis zu 256 Fahrgästen könne die neue „Autotram Extra Grand“ die Lücke zwischen Stadtbussen und Straßenbahnen schließen, schätzte Dr. Matthias Klingner ein, der Leiter des Fraunhofer-Instituts für Verkehrs- und Infrastruktursysteme (IVI) ein, unter deren Federführung das Hybrid-Fahrzeug entwickelt wurde.