Alle Artikel mit dem Schlagwort: Amerika

Mads Mikkelsen (Mitte) als Kampfsklave "Einauge". Foto: Tiberius

Blutig-sprödes Wikinger-Epos „Walhalla Rising“

Der stumme Sklave Einauge (Mads Mikkelsen) wird von seinen Herren quer durch das frühchristliche Nordeuropa gezerrt, um bei Schaukämpfen für martialisches Volksamüsement zu sorgen. Nach seiner Befreiung schließt er sich einem bekehrten Wikingertrupp an, der ins Heilige Land segeln will. Doch statt in Jerusalem landet das Drachenboot in Amerika. In der kargen Wildnis dezimiert sich die Mannschaft teils selbst, teils werden die Nordmänner von Eingeborenen erschossen. Die letzten Kämpfer küren den Stummen schließlich zu ihrem Führer und Gott, ähnelt er doch mit seinem verstümmelten Auge irgendwie dem alten Göttervater Odin…

11. September – My Name is Khan, i’m not a Terrorist

2001 ereignete sich der erste Schicksalsschlag der Menschheit im 21. Jahrhundert. Der 11. September 2001 veränderte unser Bild von der Welt und läutete ein Jahrzehnt voller Gewalt ein. Während vieler der Opfer gedenken, die direkt am 11.September 2001 ums Leben kamen, möchte ich an dieser Stelle auch auf die hinweisen, welche durch die nachfolgenden Ereignisse ihr Leben verloren, bei denen der Auslöser der 11. September war. Ein Film, den ich vor wenigen Tagen sah, bringt das Dilemma auf den Punkt, dass seit dem 11.September in der westlichen Gesellschaft herrscht: „My Name is Khan“, and i’m not a Terrorist.

Green Zone – Hollywoods Abrechnung mit der Iraklüge

Knapp ein Jahr nach dem Beginn des Irakkrieg wusste die Welt, dieser Krieg beruhte auf einer Lüge. Damals marschierten die USA völkerrechtlich in den Irak ein, stürzten das Regime und begannen mit der Besetzung des Landes, die bis heute andauert. Nach dem Abdanken von George W. Bush entdeckte auch Amerika das Thema für sich und versucht mit den geschichtlichen Ereignissen aufzuräumen und den ehemaligen Machthabern die Maske vom Gesicht zu reißen. Der Film „Green Zone“ berichtet über die Tage, an denen die Lüge, der den Krieg auslöste, entdeckt wurde.

Doku: „Plastic Planet“ oder wie unsere Erde immer mehr von Plastik verschmutzt wird

Eigentlich soll Baden ja Freude bereiten. Doch nach dem Ansehen der Dokumentation „Plastic Planet“ ist mir der Spaß am Baden im Meer gründlich verdorben wurden. Worum geht es in der Dokumentation? Natürlich, wie der Titel schon verrät, um Plastik. Also dem Material, das bei uns zu Hause Kiloweise herum steht und täglich verwendet wird. Begonnen bei der Plastik-Mülltüte über die Plastikzahnbürste bis hin zum Plastikcomputergehäuse. Plastik wohin das Auge schaut und eigentlich auch sinnvoll verwendet wird. Wenn da nicht das letzte Geheimnis wäre, welches uns bisher verschwiegen wurde.

Filmkritik “Up in the Air” mit George Clooney als Profikündiger

Eigentlich gibt es über Ryan Bingham (George Clooney) nichts Besonders zu berichten. Er ist Workaholiker und wenn er zwischen einem Aufenthalt bei ihm zu Hause oder seinem nächsten Auftrag wählen könnte, würde er sich immer für den nächsten Auftrag entscheiden. Doch zum Glück muss sich Ryan in den heutigen Zeiten, in denen viele Firmen in Amerika in die Pleite gehen, diese Frage selten stellen. Ryan ist nämlich professioneller Kündiger. Er wird immer dann gerufen, wenn sich das Unternehmen nicht traut, das Personal zu feuern. Doch Ryan treibt auch noch etwas anderes an.

Filmtipp: Away we go – Auf nach Nirgendwo – Auf der Suche nach einer Heimat

Mit traurigen Blicken sieht Verona ihren Freund Burt an und stellt ihm die lebenswichtige Frage „Sind wir Versager?“ Beide sind Mitte Dreißig und leben in einem Haus, dessen Fenster aus Pappe bestehen. Vor wenigen Stunden erfuhren sie, Burts Eltern, die in unmittelbarer Nähe leben, wollen für die nächsten zwei Jahre nach Amsterdam. Diese Nachricht kommt unerwartet, denn schließlich sollten sie sich zukünftig um ihr neues Enkelkind kümmern, welches in drei Monaten das Licht der Welt erblicken wird.

Filmtipp – Short Cut to Hollywood oder der Weg zum Suizid

Was unternimmt man, wenn man feststellt, dass die vergangenen 38 Jahre seines Lebens nur damit verbracht wurden, sinnfreie Tätigkeiten auszuüben. Man schnappt sich seine besten Freunde, denen es in den Jahren auch nicht besser erging und begibt sich auf seinen letzten Trip nach Amerika, um dort ein Star zu werden. John F. Salinger ist die tragische Figur in „Short Cut to Hollywood“. Am Ende des Filmes wartet er mit amputierten Armen und Beinen auf seinen glorreichen Abgang und stirbt in der Gewissheit, den vergangenen Tagen ein Sinn gegeben zu haben.

Doku: Let’s Make Money – Geschichten aus unserem Geldsystem

Mirko Kovats, ein Investor aus Österreich, schreitet gemächlich durch eine neue Fabrikhalle in Indien. Laut seinen Worten zwingt ihn der globale Wettbewerb dazu, immer leistungsfähiger zu werden und dabei Kosten zu sparen. Deswegen wundert es auch nicht, wenn er die Aussage seines Fabrikleiters zum Thema besserer sozialer Randbedingungen mit der Frage abwürgt „Was kostet uns ein Arbeiter?“. Mirko Kovats steht schließlich im Wettbewerb mit anderen und gehört nur zu den 15 reichsten Österreichern.

Gran Torino – Clint Eastwood als alter Kriegsveteran

Walt ist ein Kriegsveteran aus dem Koreakrieg. Nach dem Krieg arbeitete er 50 Jahre bei Ford und aus dieser Zeit stammt auch sein Schmuckstück: ein Ford Torino, der in seiner Garage steht. An dem Tag, an dem seine Frau beerdigt wird, ziehen in das Nachbarhaus Asiaten ein. Angewidert beobachtet Walt das Treiben und erinnert sich dabei an vergangene Schreckensmomente. Mit seinen unausstehlichen Launen zeigt er seinen neuen Nachbarn, was er von ihnen hält.

Filmkritik: Die Stadt der Blinden

Eine Krankheit breitet sich aus in Amerika. Eine Krankheit, welche niemand für möglich gehalten hätte. In einem Bruchteil einer Sekunde erblindet ein Mann am Steuer seines Fahrzeuges und erklärt seinem Arzt, dass er nur noch weißes Licht sieht. Ein paar Stunden später treten dieselben Symptome bei den Menschen auf, mit denen der Mann in Berührung kam. Fachärzte sprechen von der „Weißen Blindheit“, doch keiner weiß, woher diese Krankheit eigentlich kommt. Aus Angst vor der weiteren Ausbreitung versucht man, alle Infizierten unter Quarantäne zu bringen und interniert sie in eine ehemalige Nervenheilanstalt. Dort werden sie sich selber überlassen. Doch die Krankheit ist nicht mehr aufzuhalten und weitet sich zu einer Epidemie aus.

Doku: Comrades in Dreams – Leinwandfieber

In der Dokumentation “Leinwandfieber” erfährt man, wie Penny aus den USA ein Kino betreibt, welches in einer alten Scheune untergebracht ist. Und dass – wenn sie nicht so viele freiwillige Helfer hätte – es in dem Ort kein Kino gäbe. Auch hört man etwas über das Leben von Lassane, Luc und Zakaria aus Burkina Faso, einem Land im Westen von Afrika, das hierzulande so bekannt ist wie Albanien für die Amerikaner. Lassane, Luc und Zakaria betreiben dort ein Kino, welches kein Dach besitzt und dessen Sitzbänke aus Stein bestehen.