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Steuerliche Einnahmen aus Glücksspiel – Einführung in das Thema Glücksspiel und Steuerrecht

Poker, Skat, Glücksspiel. Foto: Heiko Weckbrodt

Foto: Heiko Weckbrodt

Spätestens seit der Pandemie gelang es dem virtuellen Glücksspiel (iGaming) sich als beständiger Faktor im Mainstream der stark polarisierenden Unterhaltungsbranche zu etablieren. Virtuelles Glücksspiel im Internet erfreut sich in der Schweiz wachsenden Zuspruchs. Dies artet in einer steigenden Beliebtheit quer durch verschiedene Zielgruppen aus. Nachhaltig erlangt diese virtuelle Industrie einen bedeutenden wirtschaftlichen Einfluss. In virtuellen Spielhallen erwirtschaftete Gewinne unterliegen einer speziellen steuerlichen Behandlung.

Erspielte Gewinne bei Glücksspielen wie in Lotterien, Wetten oder Casino Games gelten in allen Kantonen der Schweiz als vollständig steuerfrei. Dies gilt in erster Instanz für:

  • Typische Gelegenheitsspieler
  • regelmäßige, aber nicht-professionelle Spieler

Jene Art der Steuerbefreiung soll den Charakter des Glücksspiels als unkompliziertes Freizeitvergnügen unterstreichen. Hinzukommen Promotionen im Stil von holen Sie sich einen Online Casino Schweiz Bonus und vielen anderen Bonusarten, werden scharenweise neue Spieler angelockt. Kostenlose Goodies, Bonus ohne Einzahlung und diverse Steuererleichterungen steigern die Popularität von virtuellen Spielhallen enorm. Zusätzlich wird der Kanton-übergreifende Verwaltungsaufwand für Steuerbehörden und Spieler gering gehalten.

Aktuelle Entwicklung der steuerpflichtigen Einnahmen aus Glücksspielen

Wie bereits erwähnt – das Gros der Gewinne aus Glücksspielen in Online-Spielotheken in der Schweiz sind von der Einkommenssteuer befreit. Zu den typischen Spielmöglichkeiten zählen allem voran:

  • Gewinne aus Lotterien aller Art
  • Gewinne aus Wetten, wie Sportwetten
  • Gewinne aus Casinospielen wie Roulette, Black Jack oder Poker (für Gelegenheitsspieler)

Diese Ausnahme für Glücksspiel Steuer Einnahmen gilt unabhängig von der Höhe des Gewinns. Für iGaming-Enthusiasten entsteht ein attraktiver Anreiz an den virtuellen Glücksspielen. Der Schweizer Staat wiederum profitiert von zusätzlichen Einnahmen aus Glücksspiel-Steuer auf Kosten der Betreiber der Internetcasinos.

Ausnahme: Steuerpflicht für berufliches Glücksspiel

Es gibt jedoch Ausnahmen, in denen Glücksspielgewinne der Einkommenssteuer unterliegen. Dies ist der Fall, wenn das Glücksspiel als berufliche Tätigkeit ausgeübt wird. Die Finanzämter wenden hier folgende Kriterien an:

  • Regelmäßigkeit der Spieltätigkeit
  • Systematische Herangehensweise und Strategie
  • Umfang der Einsätze im Verhältnis zu anderen Einkünften

Professionelle Pokerspieler, die an hoch dotierten Turnieren teilnehmen, also das Pokerspiel als Haupterwerb betreiben, müssen deren Gewinne demnach versteuern. Genauso verhält es sich für Berufswetter und Personen, die systematisch auf Abfragemöglichkeiten bei Wettquoten setzen.

Entwicklungen im steuerlichen Umfeld

Die steuerliche Behandlung von Glücksspielen ist kontinuierlichen Anpassungen unterworfen. So wird derzeit auf Bundesebene eine Revision des Geldspielgesetzes diskutiert. In diesem Kontext sollen auch steuerliche Aspekte zum Tragen kommen – entsprechende Vorschläge für Gesetzesänderungen befinden sich jedoch noch in einer Anfangsphase.

Änderungen in der Gesetzgebung

Blick man in die Zukunft, lassen sich langfristig folgende Änderungen abzeichnen:

  • Anhebung der Sondersteuer auf Großgewinne aus Casinos
  • Ausweitung der Besteuerung auf Online-Glücksspiele
  • Schaffung gesetzlicher Klarheit bei der Definition von „beruflichem Glücksspiel“
  • Ziel ist es – die Gesetzgebung an die rasante Entwicklung des Glücksspielsektors anzupassen und Loop Holes zu schließen.

Auswirkungen des Online-Glücksspiels

Die zunehmende Verlagerung auf Online-Glücksspielplattformen stellt die Steuerbehörden vor brandneue Herausforderungen. Nicht alle Profite aus Online Casinos, Poker Rooms oder Sportwetten unterliegen bislang der Besteuerung – zusätlich existieren zahlreiche “Loop Holes”. Erschwerend kommt hinzu, dass viele der Anbieter der Glücksspiele ihren Sitz im Ausland haben und durch Subunternehmen verschaltet sind.

Überwachungsmaßnahmen und korrekte steuerliche Erfassung all dieser Einnahmen ist für zuständige Ämter mit enormem Aufwand verbunden. Es lässt sich jedoch prognostizieren, dass Online-Glücksspielgewinne künftig stärker besteuert werden. Dadurch können etwaige Wettbewerbsverzerrungen gegenüber dem terrestrischen Glücksspiel nachhaltig vermieden werden.

Die wirtschaftliche Bedeutung

Es steht natürlich außer Frage – die Steuereinnahmen aus dem Glücksspielsektor sind beträchtlich und befinden sich fortwährend im Aufschwung. Es handelt sich hier nicht um ein paar bescheidene Franken, sondern eine enorme Wirtschaftsleistung.

 Steuereinnahmen aus Glücksspielen

Bedenkt man alleine die Brutto-Spielbankabgabe, welche Online-Spielbanken auf ihre Einnahmen entrichten müssen, summiert sich im Jahr 2021 ein heftiger Betrag von über 280 Millionen Franken. Hinzu kommen Einnahmen aus:

  • der Besteuerung von Berufsspielern
  • Konzessionsgebühren für Glücksspielanbieter
  • Sondersteuern auf Großgewinne
  • Für die öffentliche Hand sind diese Einnahmen von großer fiskalischer Bedeutung.

Verwendung der Steuereinnahmen

Sämtliche Erträge aus der Glücksspielbesteuerung fließen größtenteils in die allgemeine Staatskasse. Für diese ist eine zielführende Verwendung für folgende Agenden geplant:

  • Finanzierung von Suchtpräventionsprogrammen
  • Unterstützung gemeinnütziger und kultureller Projekte
  • Tätigung von Ausgleichszahlungen an die Kantone

Die iGaming-Industrie unterstreicht dabei, dass eben diese Steuereinnahmen einen wertvollen Beitrag für die Allgemeinheit leisten. Als positives Echo daraus resultiert, dass die gesellschaftliche Akzeptanz des Glücksspiels sich durch diese seriösen Aspekte steigert.

Autor: Werbung

Hinweis: Glücksspiel kann süchtig machen. Beratungsangebote und weitere Informationen finden Sie unter anderem auf der Seite „Check Dein Spiel“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt